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FAO Fischereireport

Agrartipp, 12.11.2017

Sind die Meere schon heute hoffnungslos überfischt?

Rund ein Drittel der weltweiten Fischpopulationen gilt als überfischt, in manchen Regionen wie beispielsweise im Mittelmeer sind es sogar 60 Prozent. Das geht aus dem diesjährigen Fischereibericht der Welternährungsorganisation FAO hervor. Damit hat sich die Quote in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht.

Insgesamt wurde im vergangenen Jahr so viel Fisch produziert wie nie zuvor. Weltweit waren es 167 Millionen Tonnen. Das entspricht mehr als 20 Kilogramm pro Kopf. Den größten Anstieg verzeichnen jedoch nicht die Wildfänge, sondern die Fisch- und Krustentierzucht, die ihrerseits für weitreichende Umweltprobleme sorgt.

Im Gegensatz dazu steckt der Wildfang weltweit in der Krise. Das Potential ist erschöpft, auch auf ökonomischer Ebene. Laut der Weltbank gehen dem Wildfang durch schrumpfende Fischbestände jährlich rund 50 Milliarden Dollar verloren.

Dennoch besteht Hoffnung. Beispielsweise im Nordwestatlantik haben bessere Schutzmaßnahmen und vorgeschriebene Fangquoten für eine leichte Erholung der Bestände gesorgt. Einige Länder wie Kanada, die USA, Norwegen und Island haben in den letzten Jahren vorgemacht, wie Überfischung durch moderate Fangquoten verhindert werden kann. Andere Länder müssen nun nachziehen, um den erschreckenden Trend auch auf globaler Ebene zu stoppen.

  Lukas Melzer
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