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Weiß 2, Rot 1

Agrartipp, 14.09.2016

Deutschland bleibt Weißweinland

Deutschland Weinland? Auch wenn in Deutschland kaum ein Weg am Bier vorbeiführt, so hat sich doch auch der Wein hierzulande erfolgreich etabliert. Deutschland ist sogar international für die hohe Qualität seiner Weißweine bekannt.

Insgesamt gibt es 13 Anbaugebiete, die mit ihrer Ursprungsbezeichnung namentlich geschützt sind. Und angesichts der Vorliebe deutscher Winzer für den Weißwein verwundert es nicht, dass nur in einem der der fünf großen Anbaugebiete (Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg, Mosel) mehr rote Rebsorten als weiße angebaut werden. Möglich macht es das günstige Klima und die spezielle Bodenqualität entlang des Neckars, sodass die roten Trauben in Württemberg sogar recht deutlich überwiegen. Betrachtet man ganz Deutschland steht es jedoch nach wie vor 2:1 für den Weißwein. Auf jeden Hektar roter Rebsorten kommen rund 2 Hektar der weißen Verwandtschaft.

Besonders häufig finden sich die Sorten Riesling und Müller-Thurgau. Etwa ein Drittel der insgesamt rund 100.000 Hektar Anbaufläche in Deutschland entfällt auf diese beiden Sorten. Beim Rotwein führt der Spätburgunder das Feld an.

Allen Sorten gemein sind jedoch die großen Krankheitsprobleme in diesem Jahr. Die Pflanzenkrankheit Falscher Mehltau wird landesweit zu erheblichen Einbußen bei der Lese führen. Und auch die wohl berühmtesten Anbaugebiete der Welt im Süden Frankreichs bleiben davon in diesem Jahr nicht verschont.

  Lukas Melzer
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