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Wenn kein Schmerzmittel mehr hilft

Fit bei jedem Wetter, 17.12.2017

Migräne: Wie Sie sie erkennen und welche Phasen sie durchläuft.

Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, eine starke Sensibilität gegenüber Licht und Geräuschen: Etwa jeder 10. Deutsche leidet an Migräne. Die meisten Patienten, etwa 95 %, sind Frauen.

Was löst eine Migräne aus?

Bis heute konnten nicht sicher geklärt werden, warum Menschen an Migräne erkranken. Viele Patienten haben aber familiäre Vorbelastungen; also Verwandte, die ebenfalls an Migräne erkrankten.

Auch die Auslöser, die zu einer Migräneattacke führen, sind bis dato nicht bekannt. Häufig treten die Symptome aus dem Nichts aus, viele Patienten machen sogenannte Triggerfaktoren, etwa Stress, Schlafmangel, hormonelle Veränderungen sowie Licht- und Wetterreize für Ihre Beschwerden verantwortlich.

Letztere können unter anderem auch von Westwindwetterlagen ausgelöst werden, wie wir sie in dieser Woche hatten.

Die Phasen einer Migräneattacke

Klassisch kann eine Migräneattacke in vier Phasen eingeteilt werden, die jedoch nicht jeder Patient zwingend durchlaufen muss.

Phase 1, die Prodromal-Phase (durchlaufen etwa 60% der Patienten), dauert mehrere Stunden bis zu einigen Tagen und macht sich unter anderem mit einer erhöhten Sensibilität gegenüber Licht- und Geräuschreizen, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen bemerkbar.

Phase 2 ist die Aura-Phase, sie tritt unmittelbar vor Einsetzen des eigentlichen Kopfschmerzes auf. Nur 30 % der Migränepatienten durchlaufen diese Phase. Neben Sprech- und Hörproblemen sowie Verwirrung und Desorientierung macht sich die Aura-Phase vor allem durch visuelle Eindrücke bemerkbar. So sehen die Betroffenen häufig verschwommen oder nehmen helle Blitze in ihrem Sichtfeld wahr.

Der Höhepunkt einer Migräneattacke wird für die meisten Patienten mit Phase 3, der Kopfschmerz-Phase, erreicht. Der Migränekopfschmerz zeigt sich in vielen Fällen einseitig, kann im Verlauf der Phase aber die Seiten wechseln oder auch auf beiden Seiten gleichtzeitig auftreten. Bei Bewegung verschlimmert sich der Schmerz häufig. Der eigentliche pochende Kopfschmerz geht für die meisten Betroffenen mit Übelkeit und der bereits weiter oben beschriebenen Reizempfindlichkeit einher. Die Kopfschmerzphase hält in der Regel einen Tag an. In Einzelfällen kann sie bereits "schon" nach 4 Stunden vorbei sein, in wenigen Fällen aber auch erst nach mehreren Tagen.

Nach Abklingen des Kopfschmerzes beginnt Phase 4, die Besserungsphase.

 

Handfeste Migräne oder doch "nur" gewöhnlicher Kopfschmerz?

Nicht selten lässt sich für den Laien eine Migräne nicht von einem gewöhnlichen Kopfschmerz unterscheiden.

Faktoren, die darauf hindeuten, dass bei Ihnen eine Migräneerkrankung vorliegen könnte:

1. Kopfschmerz hält sich nicht an eine bestimmte Tageszeit und tritt auch nachts auf

2. Kopfschmerz hält mehrere Stunden bis Tage an

3. Kopfschmerz schränkt Sie in ihren Bewegungen ein

4. Kopfschmerz geht mit Übelkeit oder sogar Erbrechen einher

5. Kopfschmerz tritt meist einseitig auf

6. Schmerz ist pochend / pulsierend

Treffen auf Ihre Symptomatik ein oder mehrere Punkte zu, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Auch dann, wenn Schmerzpräparate wie beispielsweise Paracetamol, auf ihren Kopfschmerz keinerlei Wirkung zeigten.

(Quelle: AstraZeneca, "Migräne im Blick")

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