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Esche am Ende?

Natur-Wetter, 09.02.2016

Agressiver Pilz bedroht Eschenbestände.

Buchsbaumzünsler und Kirschessigfliege - diese beiden Schädlinge machten Förstern und Landwirten in den vergangenen Jahren das Leben schwer. Jetzt treibt vielerorts ein weiterer Schädling, ein Pilz, sein Unwesen. Das Hauptziel des sogenannten Falschen Weißen Stängelbecherchens sind Eschen jeden Alters.

Im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) hat das Falsche Weiße Stängelbecherchen schon allerhand Schaden angerichtet. Laut BUND hat der Pilz an der Oberahr bereits viele neuangepflanzte Eschen befallen, die nun voraussichtlich komplett absterben werden. Der agressive Schädling sorgt für das sogenannte Eschentriebsterben und findet sich häufig im Laubstreu erkrankter Eschen. Hier bildet der Pilz im Sommer kleine weiße Fruchtkörper aus, die dann bis zu 1.500 Sporen pro Stunde in die Luft entsenden. Der Wind verteilt sie dann in alle Himmelsrichtungen.

Erstmals beschrieben wurde der Pilz erst im Jahr 2010, sein Vorkommen in Mitteleuropa ist aber bereits in den späten 1970er-Jahren datiert. Ursprünglich stammt der Schädling aus Asien. Von hier aus, so sind sich viele Wissenschaftler einig, gelangte er in der letzten Jahren verstärkt nach Europa - vorzugsweise über billiges Brenn- oder Palettenholz.

Alte Bäume, die besonders stark vom Falschen Weißen Stängelbecherchen befallen sind, sollten umgehend gefällt und verwertet werden, bevor sich der Pilz weiterverbreiten kann. Die Neuanpflanzung junger Eschen ist aktuell nicht empfehlenswert, gegen den Pilz ist bis nämlich noch kein Kraut gewachsen.

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