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Antiker Ort soll Staudamm weichen

Klima, 21.09.2017

Proteste gegen Bau des Ilisu-Staudammprojekts am Tigris.

Trotz massiver Proteste der dort lebenden Bevölkerung und zahlreicher Umweltorganisationen, treibt die türkische Regierung das Vorhaben Ilisu-Staudammprojekt am Tigris (im kurdischen Teil der Türkei) weiter voran und bedroht damit den tausende Jahre alten Siedlungsort Hasankeyf mit den Spuren zahlreicher Kulturen.

Über die dramatischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen hüllt sich die Regierung in Schweigen.

Von dem in den 1980er Jahren begonnenen Infrastrukturprojekt mit geplanten 22 Staudämmen und 19 Wasserkraftwerken, an dem auch deutsche Baufirmen beteiligt waren, sind inzwischen mehr als die Hälfte gebaut.

Bedauerlicherweise bezieht das Welterbekomitee zum Ilisu-Staudammprojekt am Tigris keine Stellung, obwohl es eine ähnliche Zerstörung über Mesopotamien bringen wird wie die Zerstörungskraft des terroristischen „Islamischen Staates“ (IS).

 

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