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Klimawandel, Kriege, Kapitalismus

Klima, 08.12.2015

Die westliche Welt steckt in einer handfesten Krise.

Terrorismus und Klimawandel sind die Herausforderungen unserer Zeit - und wir stehen mehr oder weniger ratlos beiden Problemen gegenüber.

Viele Politiker arbeiten sich an den Symptomen ab. Beim Terror ist das Bombardieren eine "bequeme Lösung", beim Thema Klimawandel irgendwelche Vertragstexte auf einer Konferenz, an die sich letzten Endes eh kaum jemand hält.

Die westliche Welt will es sich nicht eingestehen, aber sie steckt in einer tiefen Krise. Besonders der angelsächsisch angehauchte Kapitalismus hat die ganze Welt mit ihren glänzenden materiellen Verlockungen verführt. Verlockungen, die nun zu großen ökologischen Katastrophen führen. Den Erfolg einer wachsenden Mittelschicht, der bis in die 1970er-Jahre zu beobachten war, gibt es heute nicht mehr. Die Verlierer mehren sich besonders in den USA, aber auch in einigen Teilen Europas.

Einen Geldspeicher zu besitzen wie Dagobert, das ist mehr und mehr zu unserem Ziel geworden und zu dem, was uns in dieser Zeit antreibt. Bis in die letzte Ecke unseres Denkens dringt der Gedanke: Wie mache ich mehr Geld? Die Klassen des 19. Jahrhunderts wurden durch neue gelddefinierte Klassen ersetzt.

Wo kaufe ich? Was trage ich? Wie wohne ich? Welches Transportmittel benutze ich? Das Ideal, immer ganz vorne mitzuschwimmen, führt zu einer Geldklassengesellschaft, die in Deutschland durch die „soziale Marktwirtschaft“ abgefedert wird. Ein Konzept, welches in den letzten NS-Jahren des 2. Weltkriegs von Ludwig Erhard und einigen SS-Leuten entwickelt wurde.

Das Geldverdienen steht bei vielen an allererster Stelle. Muss es auch, da auch der Staat ein großes Interesse daran hat, immer mehr einzunehmen, um somit seine weltweiten Ansprüche und Interessen von Beamten und Führungspolitikern zu befriedigen.

Unsere Weltidee ist Geld, viel weiter hinten steht dann ein bisschen Freiheit, die wir im Internet und aufgrund des Terrors immer mehr verlieren. Grundsätzlich ist das Werben mit Wohlstand nicht schlecht; aber in vielen Ländern - und auch bei uns - haben nicht wenige den Glauben an einen Wohlstand verloren.

Sie wenden sich dann häufig unmenschlichen und vom Wohlstand abgekoppelten Ideologien zu. Leider entfalten diese mitunter schwerwiegende Folgen, siehe Daesh und deren scheinreligiöses Konzept. Diese Einfältigkeit, besser gesagt Ideenlosigkeit, die Konzentration auf Kapitalismus und die Anhäufung von Wohlstand bei einem Bruchteil der Bevölkerung - all jene Dinge werden den Westen auf Dauer scheitern lassen.

Der Klimawandel wird zusätzlich für Turbulenzen sorgen. Wahrscheinlich wird man in ein paar Jahrzehnten über die falschen Götter des Geldes lachen.

  Karsten Brandt
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