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Zunehmende Konflikte um Ressourcen?

Klima, 17.06.2017

Syrien, Irak und die Ukraine zeigen die Muster der 'neuen Kriege'.

Aktuell zeigen Wetterstationen in vielen Teilen der Erde den vorhergesagten Erwärmungstrend: Besonders in Asien und Europa haben sich die trockenen und warmen Gebiete im Vergleich zu den 1970er- und 1980er-Jahre im Durchschnitt um 1 - 2 °C erwärmt. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird die Erwärmung 3 - 5 °C erreichen. Zukünftige Reduktionen von CO2 oder Methan spielen hier noch keine Rolle, denn nur das bislang bereits ausgestoßene Treibhausgas wird schon für diesen Trend sorgen.

Werden kleinere Erwärmungen noch einigermaßen folgenlos bleiben, dürften die 3-5 °C mehr in Dürrejahren zu erheblichen Problemen führen. So werden aller Voraussicht nach die Kornkammern im Norden Syriens, dem Irak sowie in Teilen der Türkei und dem Iran trockenfallen.

Und was unternehmen die regionalen Fürsten und Monarchen? Nichts, warum auch? Die Probleme kommen ja erst später und bis dahin kann man die Bevölkerung weiterhin dumm halten und zu religiöser Reaktion ermuntern. Marx nannte die Religion einst den "Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt(..), das Opium des Volkes".

Wird es zu heiß, kann man den Lebensraum ja schließlich erweitern - oder man lebt nur noch in klimatisierten Kunstwelten. Eine Zukunft, die in den betroffenen Ländern wohl nur eine ausgewählten Elite vorbehalten sein wird. Um sich Ressourcen zu sichern, wird in der Regel nicht mehr direkt militärisch interveniert, sondern über Stellvertreter. Dies macht es einfacher, zumindest für die leichtgläubige Öffentlichkeit, die weiße Weste zu wahren.

Als Proxi gegen die Intervention der Sowjetunion enstand nach diesem Muster Al Quaide in den achtziger Jahren in Afghanistan. Das gibt es sogar in einem James-Bond-Film zu bewundern. Von in der Gegenwart vielen Ländern unterstützt, tritt die Truppe heute mit verschiedenen Namen auf. Etwa als Al Nusra in Syrien, mit tatkräftiger Unterstützung der Türkei. Auch der IS wurde und wird als Proxi von vielen Ländern benutzt um Unruhe zu stiften und um eigene Ziele zu erreichen. Zunehmend werden auch das Internet, soziale Medien und andere digitale Infrastruktur als gegnerischer Kampfraum entdeckt und angegriffen, da dies verdeckte Operationen ermöglicht.

Aufgrund einer nicht mehr nennenswert vorhandenen Völkergemeinschaft, die UNO ist ein Schatten ihrer selbst, kann heute jeder Staat ein bisschen mitmischen und im rechtsfreien Raum seine Geheimdienste zu Hause wie im Ausland von der Kette lassen. Macht ja schließlich jeder so.

Wundern muss man sich dann über Aktionen der Proxis in westlichen Staaten nicht mehr. Wer Terror in fremden Ländern sät, wird Terror ernten - besonders in einer Welt, wo es um die letzten grünen Ressourcen gibt.

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