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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 15.11.2007

Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Donnerstag, 15. November 2007, 07:30 Uhr


Gefahrenstufe 4 - große Lawinengefahr


Allgemeines:
Von der Zugspitze bis ins Allgäu fielen seit gestern bei mäßigem Wind aus Nord bis Nordost verbreitet 50 cm, örtlich bis zu 70 cm Neuschnee. Nach Osten fiel der Neuschneezuwachs geringer aus und beträgt im Berchtesgadener Land ca. 20 cm. Heute werden weitere Schneeschauer erwartet. Die Temperaturen in 2000 m liegen um -11 Grad.


Schneedecke:
Die Schneedecke ist oberhalb von 1600 m von umfangreichen Schneeverfrachtungen geprägt. Darüber hat sich der Neuschnee der seit gestern gefallen ist, meist locker abgelagert und verdeckt vielerorts ältere Triebschneeansammlungen. In der Neuschneeschicht sind Zwischenschichten, meist in Form von Graupel eingelagert, die leicht zu stören sind. Unterhalb von 1600 m treten vorwiegend an Grashängen bedingt durch die Bodenwärme örtlich Gleitbewegungen auf.


Beurteilung der Lawinengefahr:
Vom Werdenfelser Land bis ins Allgäu herrscht eine große, weiter östlich bis ins Berchtesgadener Land eine erhebliche Lawinengefahr.
Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb von 1600 m in kammnahen Steilhängen der Hangrichtungen Nordwest über Ost bis Südwest sowie in triebschneebeladenen Geländezonen aller Hangrichtungen, vor allem hinter Hangkanten sowie am Übergang von wenig zu viel Schnee bei Rinnen und Mulden aller Hangrichtungen. Hier ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.
Aus stark eingewehten Geländezonen sind vereinzelt Selbstauslösungen von Schneebrettlawinen möglich, die zum Teil auch größere Ausmaße annehmen können. In den tiefen Lagen sind an Grashängen kleine Bodenlawinen möglich.


Hinweise:
Skitouren und Tiefschneeabfahrten abseits gesicherter Pisten erfordern Vorsicht und gutes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Für die nächsten Tage sind weitere Schneefälle angekündigt. Dadurch wird sich die Lawinenlage vorerst nicht entspannen.



Quelle: Lawinenwarnzentrale im Bayer. Landesamt für Umwelt




  Oliver Hellkötter
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