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Deutschland verbucht Windminus

27.05.2015

Bremsen Windkraftanlagen den Wind aus?

Es weht ein immer schwächerer Wind durch Deutschland. In Norddeutschland etwa lag die mittlere Jahreswindgeschwindigkeit auf dem Festland in Küstennähe (10 m ü. NN) einst bei knapp 3,8-3,9 m/s. Inzwischen ist sie im Jahresmittel auf unter 3,5 m/s gefallen.

Und auch abseits der Küsten weht nur noch ein laues Lüftchen: Wurde in Osnabrück in den 1960er-Jahren noch ein Jahresmittel von 3,7 m/s gemessen, sind es in der Gegenwart nur noch 3,2 m/s. Das entspricht einem Rückgang von über 10 %.

Bild: Achim Otto

An anderen Stationen im Binnenland sieht es ähnlich aus - je nach Station hat die mittlere Windgeschwindigkeit teils deutlich abgenommen. Erstaunlich: Auf der offenen See, bzw. vor der Küste, ist dieser Trend nicht zu beobachten. Im Gegenteil: Auf Norderney oder Helgoland beispielsweise nahm der Wind in den letzten 20-30 Jahren sogar ganz leicht zu.

Wie kann es zu einer so hohen Abnahme der Windgeschwindigkeiten im Binnenland kommen, während auf offener See der Wind sogar noch zugenommen hat?


Der Verdacht: Der massive Ausbau der Windenergie könnte in den letzten Jahrzehnten den Sturm zu einem Windchen gemacht haben.

Bremsen Windkraftanlagen unseren Wind aus?


Aus der norddeutschen Strömung wird mittlerweile so viel Energie gewonnen,dass bei Nordwinden im norddeutschen Binnenland, aber auch bei Westwinden in den Niederlanden und Belgien deutlich weniger Wind ankommt.

Nicht zu vernachlässigen ist in diesem Zusammenhang aber sicherlich auch die Zunahme der Bebauung, die ebenfalls zu einem leichten Abbremsen des Windes führen dürfte.

Doch warum die Aufregung?

Wäre der Wind im deutschen Binnenland nicht eh schon schwach, wäre ein bisschen weniger Wind eigentlich kein Problem.

Der schwächere Wind sorgt allerdings für einen geringeren Luftausstausch, dieser wiederum treibt die Schadstoffkonzentration in unserer Luft in die Höhe.

Vor allem im Sommerhalbjahr bedeutet der fehlende Wind zudem auch mehr Hitze im Binnenland und weniger Land-Seewind-Zirkulation.

Bevor die Windkraft hierzulande weiter ausgebaut wird, sollten weitere Auswirkungen auf das deutsche Klima also sorgfältig geprüft werden.

Verschiedene Studien bestätigen unseren Verdacht, denn pro 10 qkm steht in Niedersachsen inzwischen ein Windrad. Unterscuhungen zeigen, dass nach 14 km Entfernung noch der Windschatten eines Windrades zu spüren ist. Auch die Erwärmung eines Windparkes ist deutlich spürbar. Auch dazu gab es schon Studien.

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