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  Rück- und Ausblick: Wie geht es weiter mit dem Winter?
 

01.02.2012


Nach einem warmen Dezember schlug Ende Januar der Winter mit voller Kraft zu. Aber wie lange hält er an?

Vor dem Blick nach vorne zunächst ein Blick zurück: Unsere Einschätzung vom Oktober und November, dass die Monate Dezember und Januar „keinen milden Winter“ bringen ist nicht eingetroffen. Vieles sprach damals dafür, dass uns ein milder Winter sehr unwahrscheinlich erschien. Wir sprachen deshalb in unserer Jahreszeiten-Prognose davon, „dass der Winter insgesamt unter den Durchschnittstemperaturen verläuft. Wir sehen noch keine Rückkehr der milden Winter, wie sie in den 90er und 2000er-Jahren häufig vorkamen.“

Unsere Langfristprognose erwartete schon früher ein Abflauen der Westwindlagen, die immer wieder milde Luftmassen vom Atlantik nach Deutschland brachten und eine Umstellung auf die kalten Ostlagen, wie sie sich nun zum Ende des Januars eingestellt haben. Wie groß das Potential dieser Kaltlufteinbrüche ist, wird nun deutlich. Der derzeitige Kälteeinbruch ist der stärkste seit 1987.

Die Langfristprognose stellt den für die Donnerwetter.de-Meteorologen derzeit wahrscheinlichsten Verlauf des Wetters der kommenden Wochen dar. Dargestellt sind die Tagestemperaturen deutschlandweit im Flachland.

Mit welchen Durchschnittstemperaturen der Winter 2011/2012 in die Statistiken eingehen wird, hängt nun davon ab, wie lange die Kälte andauern wird. Aktuell deuten die Wettermodelle eine leichte Milderung ab dem Wochenstart an, wahrscheinlich bleibt es bis Mitte Februar, eventuell auch über Karneval in Deutschland noch kalt – wenn auch nicht mit solchen Extremtemperaturen wie zur Zeit. Da die Wettermodelle große Hochdruckgebiete wie „Cooper“ und jetzt „Dieter“ meist unterschätzen und sich diese Hochs häufig länger halten als von den Computern berechnet, lässt sich das Ende der Kältewelle schlecht vorhersagen.

Der Ausblick auf das Frühjahr stimmt dafür optimistisch. Denn häufig stellen sich nach solchen Extem-Kälte-Wetterlagen im Frühling dann längere Phasen mit „frühlingshaftem“ Wetter ein.

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