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„Gibt es in diesem Jahr Weiße Weihnachten?“

Pressemitteilung, 29.11.2011

Die Faszination der meistgestellten Wetter-Frage – alle Jahre wieder.

Spätestens mit dem Öffnen des ersten Türchens am Adventskalender schallt sie wieder durch die Gespräche in Büros, Kaufhäusern oder an Bushaltestellen: „Gibt es in diesem Jahr Weiße Weihnachten?“ Die Meteorologen des Wetterservice Donnerwetter.de hören sie sogar noch früher: „Alle Jahre wieder wird uns die Frage auch schon mitten im Sommer gestellt – meistens noch bevor die Lebkuchen und Christstollen in den Supermarkt-Regalen liegen!“ sagt Michael Klein (39).

Die Bonner Wetter-Experten haben sich mit dem Schnee zur Weihnachtszeit ganz besonders intensiv beschäftigt. Denn zum 15. Geburtstag ihrer Internetseite Donnerwetter.de haben sie zusammengestellt, welche Fragen ihnen in den 15 Jahren am häufigsten gestellt wurden. „Spielt das Wetter in den vergangenen Jahren immer mehr verrückt?“ oder „Warum ist das Wetter bei mir oft anders als im Nachbarort?“ kamen dabei unter die Top 10. Die Frage, die es in ihrem neu erschienenen E-Book „Die 15 meistgestellten Wetter-Fragen“ auf den ersten Platz schaffte, war aber tatsächlich die nach den Weißen Weihnachten.

Dass die Weiße-Weihnacht-Frage so oft gestellt wird, zeige die besondere Faszination und Sehnsucht, die vom Bild eines verschneiten Weihnachtsfestes ausgeht, meint Michael Klein: „In jedem Kinderbuch, auf jedem idyllischen Weihnachtsfoto liegt Schnee. In unserem Wunschbild gehört der Schnee einfach dazu.“ Dabei ist er in vielen Regionen Deutschlands eher die Ausnahme als die Regel: In Norddeutschland liegt nur in jedem sechsten Jahr an mindestens einem der Feiertage Schnee, im Westen sogar nur in jedem zehnten Jahr. Im Süden ist es immerhin in jedem zweiten bis dritten Jahr weiß.

Die große Sehnsucht nach dem „perfekten, weißen Weihnachtsfest“, macht es den Wetterfröschen natürlich nicht gerade leichter. Ohnehin ist gerade die Weiße-Weihnacht-Vorhersage eine besonders komplizierte, da verschiedene Bedingungen zusammen kommen müssen. Es reicht nicht nur die eisige Kälte, die im Winter häufig durch starke Hochdruckgebiete verbreitet wird. Für den Schnee muss auch noch Feuchtigkeit dabei sein. „Diese muss von den Meeren kommen, wo es aber wärmer ist als auf dem Kontinent. Die wärmere Luft sorgt dann dafür, dass es meistens nicht schneit, sondern regnet.“ Und wenn doch einmal an den Tagen vor Weihnachten Schnee gefallen ist, dann macht oft das berüchtigte „Weihnachtstauwetter“ der weißen Pracht den Garaus: „Dabei handelt es sich um eine sogenannte meteorologische Singularität“, erklärt der Donnerwetter.de-Meteorologe, „also um ein Ereignis, das in vielen Jahren immer wieder auftritt.“ Dummerweise wird es bei uns in Deutschland deshalb oft pünktlich vor oder mit den Weihnachtstagen wärmer.
Und dass es genau an Weihnachten zu schneien beginnt, „das ist dann natürlich der absolute Glückstreffer“, meint der Experte.

Und wie sieht es in diesem Jahr aus? Gibt es weiße Weihnachten? Michael Klein von Donnerwetter.de hält sich vage: „Wir gehen davon aus, dass dieser Winter kälter als im Durchschnitt verläuft, die Chancen für Weiße Weihnachten sind damit also etwas höher. Aber im Moment können wir noch nichts Genaues sagen. Fragen Sie doch in den nächsten Tagen noch mal nach.“

Vielleicht auch ein Grund, warum die Frage nach den Weißen Weihnachten so oft gestellt wird

Das E-Book „Die 15 meistgestellten Wetter-Fragen“ von Dr. Karsten Brandt und Michael Klein kann über Donnerwetter.de heruntergeladen werden.
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