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Berliner Phänomen

Der berühmte Berliner Meteorologe Richard Scherhag entdeckte im Jahr 1952 eine plötzliche Erwärmung der Stratopshäre - also der Schicht über unserer Wetterschicht (Troposphäre), die sich in einer Höhe von 10 bis 50 km über dem Boden befindet.

Auf der Nordhalbkugel bildet sich im Winter aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung in der Höhe eine kalte Luftmasse aus, der sogenannte Polarwirbel.

Teilweise fallen die Temperaturen hier auf Werte unter -50 bis -60 Grad C ab. Alle zwei Jahre wird dieser Wirbel gestört und es kommt zu plötzlichen Erwärmungen des Polargebietes. Bei dem sogenannten "major-Ereignis" steigt die Temperatur innerhalb weniger Tage auf bis zu -10 oder -20 Grad C an. Damit ist es im Polargebiet wärmer als in südlichen Breiten. Die rätselhafte Erwärmung der Stratosphäre und der Nordpolargebiete wird als Berliner Phänomen bezeichnet.

Verbunden ist die Erwärmung mit der nordatlantischen Oszillation (Westwinde des Islandtiefs und Azorenhochs), die dann plötzlich von einer West- auf eine Ostströmung umschwenkt. In Europa können in vielen, allerdings nicht in allen Fällen, plötzliche Ostwinde milde Winterwitterungen beenden. Es herrscht dann strenger Winter.

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