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Agrartipp 14.09.2002

Agrartipp, 14.09.2002

Manche Plagegeister machen aus unserem Garten eine "grüne Hölle"! Wer kennt sie nicht - die Wühlmäuse (auch Erdratten, Schermäuse oder Wühlratten genannt)?

Die Wühlmäuse können im Garten zu einer wahren Plage werden. Sie fressen vor allem die Wurzeln von Gemüsepflanzen und Obstgewächsen. Zudem nagen sie die Rinden von Rosen und Obstbäumen an. Ebenso zählen sie zu den Überträgern von Infektionskrankheiten.

Allerdings sollte man die Wühlmäuse nicht mit den Maulwürfen verwechseln. Denn sie werfen ebenso Erdhaufen. Diese sind aber viel flacher und die Gänge besitzen glatte Wände ohne Wurzelwerk. Maulwürfe haben hingeben "unordentliche" Gänge mit Wurzelwerk, welche rundlich geformt sind. Wühlmäuse verschließen ihre Gänge nach außen hin.

Wühlmäuse werden 12 bis 20 cm groß und haben einen bis zu 10 cm langen Schwanz. Sie haben eine gedrungene Kopfform und ein dunkelbraun bis gelbbraun gefärbtes Haarkleid.

Zu den natürlichen Feinden zählen: Hauskatzen, Waldkauz, Greifvögel, Wiesel, Schleiereule und Iltis.

Leider nehmen die Wühlmäuse im Garten oft Überhand, so daß dann zur harten Notwehr gegriffen wird. Im Fachhandel gibt es entsprechende Fallen oder Giftköder. Versuchen Sie es doch zuerst einmal mit der sanften Methode: Rund um den Garten setzen Sie Kaiserkronen, Hundszunge, Wolfsmilch oder Knoblauch. Denn die Nager können diese Pflanzen "nicht riechen" und machen einen großen Bogen um die gefährdeten Pflanzen. Ebenso schrecken Fischköpfe, Knoblauchzehen und Nußbaumblätter - in die Gänge gesteckt - ab. Dann hat darf Ihr Nachbar sich mit den Plagern plagen....
  Oliver Hellkötter
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