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UNESCO Weltkulturerbe - nur Marketing

Klima, 17.07.2016

Wechselwirkung Klima und Mensch macht Orte einzigartig

Zur Zeit tagt im putschgeplagten Istanbul der Ausschuss der Vereinten Nationen zur Festlegung, welches Gebäude oder Orte sich "Weltkulturerbe" nennen dürfen. Inzwischen herrscht eine gewisse Inflation mit diesem Titel, denn immer mehr Denkmäler und Orte und besondere Kulturlandschaften drängen auf Aufnahme in der Liste. Besonders die reichen Industriestaaten können zahlreiche Denkmäler auf dieser Liste plazieren, während unterentwickelte Regionen weniger Chancen haben.

Gerade die Wechselwirkung Klima und Mensch spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Kulturlandschaften, wie beim oberen Mittelrheintal am Rhein, oder bei der historischen Altstadt von Mardin. Die Gebäude sind so gestaffelt, so dass sie den Wind gut aufnehmen und die Gebäude kühlen.

Historische Altstadt von Mardin/Türkei/Weltkulturerbe

Abb.: Historische Altstadt von Mardin/Türkei Weltkulturerbe

Einen wirklichen Schutz der Gebäude oder historischer Orte, die auf dieser Liste stehen, bietet der Titel nicht, wie der Einfall des IS in Palmyra Syrien oder aber die barbarische Vernichtung des Stadtteils Sur in Amed/ Dyarbarkit durch die türkische Erdogan-Armee zeigt. Kaum ein Staat protestierte gegen den NATO Partner Türkei, als mit Panzern auf die historische Altstadt geschossen wurde. Beim Putsch vor ein paar Tagen waren dagegen die Staatengemeinschaft laut, für den Autokraten.

Auch von der UNESCO war nichts zu hören, wobei sie sonst sehr schnell sich meldet, aber aus Angst vor der Türkei drückt man alle Augen zu.

Abb.: Historische Stadtmauer von Amed/Dyarbarkir im Sommer 2015 - noch zu friedlichen Zeiten, bevor über ein Jahr lang Erdogan Panzer rollen ließ

 

UNESCO-Titel sind daher häufig nicht mehr als Marketing für den Tourismus, alles andere wäre wohl auch zu viel verlangt.

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