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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 04.01.2006

Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Mittwoch, 04. Januar 2006, 07.30 Uhr


Gefahrenstufe 3 - erhebliche Lawinengefahr


Allgemeines:
Der bayerische Alpenraum erhielt seit gestern verbreitet einen Neuschneezuwachs von 10 cm, in den Hochlagen von bis zu 20 cm. Bei wechselnder Bewölkung schneit es noch im Osten, im Allgäu kann im Tagesverlauf auch die Sonne durchkommen. Die Temperaturen liegen tagsüber in 2000 m bei -8 Grad.


Schneedecke:
Der seit gestern ohne nennenswerten Windeinfluss gefallene Schnee liegt locker auf dem in den letzten Tagen gefallenen Neuschneepaket, das sich bereits deutlich setzt. In tiefen und mittleren Lagen ist aber die Verbindung des Neuschneepakets mit der verharschten Altschneeoberfläche örtlich noch nicht ausreichend. Auch im Neuschnee selbst sind bei Niederschlagspausen Zwischenschichten entstanden, die noch störanfällig sind. Zu beachten sind in kammnahen Geländebereichen überschneite Triebschneeansammlungen, die noch sehr störanfällig und schwer zu erkennen sind.


Beurteilung der Lawinengefahr:
Vom Berchtesgadener Land bis zum Ammergebirge herrscht eine erhebliche, weiter westlich eine mäßige Lawinengefahr. Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, befinden sich im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Ost bis Südwest, sowie in triebschneeverfüllten Rinnen und Mulden aller Hangrichtungen. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. Weitere Gefahrenstellen, an denen Schneebrettauslösungen durch einen einzelnen Skifahrer möglich sind, befinden sich auch in eingewehten, lückigen Waldarealen der mittleren Lagen. Aus triebschneebeladenen Geländezonen sind insbesondere bei Sonneneinstrahlung vereinzelt Selbstauslösungen von zum Teil auch großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich. Bis in mittlere Lagen beginnt die Schneedecke an steilen Grashängen und in lückigen Bergwäldern auch am Boden abzurutschen.


Hinweise:
Die Lawinensituation bleibt weiter kritisch. Unternehmungen im freien Skiraum erfordern großes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.


Quelle: Lawinenwarnzentrale im Bayer. Landesamt für Umwelt
  Oliver Hellkötter
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