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Erdgas als Brückentechnologie sinnvoll?

Neue Energien, 14.02.2018

Europäische Investitionsbank pumpt 1,5 Milliarden Euro in neue Erdgaspipeline - Kritiker fürchten Abnahme der erneuerbaren Energien

Die Europäische Investitionsbank will die Trans-Adria-Pipeline (TAP) mit einem Darlehen von 1,5 Milliarden Euro unterstützen. Begründet wird die Finanzierung der 870 Kilometer langen Erdgaspipeline damit, dass sie als sogenannte „Brückentechnologie“ fungieren soll, bis eine Vollversorgung durch erneuerbare Energien erreicht ist. Kritiker und Umweltschützer haben berechtigte Bedenken.

Die Erdgaspipeline TAP soll durch Griechenland, Albanien
und das Adriatische Meer nach Süditalien verlegt werden

Zum Hintergrund: TAP ist der europäische Teil des sogenannten Südlichen Gas-Korridors, der Gas vom Kaspischen Meer und dem Mittleren Osten in den Mittelmeerraum transportieren soll. Es wäre der vierte Gaskorridor, der nach Europa führt. 2015 wurde mit dem Bau begonnen und im Jahr 2020 soll sie in Betrieb gehen. Mit dem Projekt will sich die EU von Russland unabhängiger machen und zudem die Klimaziele in den Blick nehmen. Doch wird hier nicht gegensätzlich gehandelt?

Von wegen umweltfreundlich!

Kritiker warnen davor, dass das Erdgas, welches über weite Strecken transportiert werden muss, am Ende eine höhere Klimawirkung hat als Kohle. Zudem wird mit der Fertigstellung des Baus ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien unwahrscheinlicher, da so viel Geld in das Projekt gepumpt wurde. Die Gasförderung hat mittlerweile so stark zu- und die Kohleförderung abgenommen, dass es schwierig ist noch von einer "Brückentechnologie" zu sprechen.

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