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Gewittervorboten

Für das nahende Auftreten von Gewittern gibt es eine Reihe von Indizien. Im Sommerhalbjahr entwickeln sich Gewitter meist in schwülwarmer subtropischer Luft. Hohe Taupunkte oder gar ansteigende Taupunkte und starke Sonneneinstrahlung bei gleichzeitig fallendem Luftdruck sind sichere Vorboten. Sind nach klarer Nacht morgens Wolken der Art Ac castellanus (kleine Cumuluswolken in höheren Schichten, linienförmig und zinnenartig angeordnet) zu sehen, so sind Gewitter im Laufe des Tages wahrscheinlich, auch wenn der Vormittag - was typisch ist - wieder wolkenlos sein sollte.

Zieht am Horizont ein kompakter Cirrusschirm (sogenannter "Amboss" einer Gewitterwolke) auf, der in kürzester Zeit die Sonne verdeckt, und verdunkelt sich der Himmel weiter, so ist das Gewitter bedrohlich nahe. Im Winterhalbjahr treten Gewitter ausschließlich in polarer Meeresluft auf.

Über der relativ warmen Nordsee entwickeln sich Gewitter, die begleitet von heftigen Böen mit Schneeregen- und Graupelschauern bis weit ins Binnenland vordringen. Weitere Vorboten sind sogenannte 'Spherics', das sind Funkstörungen im Mittel- und Langwellenbereich, die von Blitzen ausgehen.

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