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Eine Trennung tut weh

Agrartipp, 14.08.2016

„Brexit“ würde Folgen für deutschen Agrarsektor bedeuten

„Brexit“ hin oder her: Dass ein „Brexit“ nicht nur Folgen für das Vereinigte Königreich hätte, ist den meisten klar. Doch wie weitreichend diese Folgen sein können, ist vielen nicht bewusst. Großbritannien hat seine Wurzeln tief in die EU gegraben. Ob auf politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Ebene: Das Land wird nicht ohne Wunden aufzureißen, aus der EU austreten.

Auch Deutschland wird an der Trennung zu knabbern haben. Denn in Sachen Agrarprodukte war Großbritannien bisher ein großer Abnehmer für Deutschland. Allein im Jahr 2015 beliefen sich die Exporte der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft auf ca. 4,8 Mrd. Euro – knapp 6 Prozent der gesamten deutsche Exporte. Deutschland liefert Großbritannien vor allem Fleisch- und Backwaren, Milchprodukte und auch Obst und Gemüse in großen Mengen.

Markt für Agrarprodukte in der Hauptstadt London

Das Vereinigte Königreich ist mit einem Nettoagrarexport von 3,4 Mrd. Euro für Deutschland das Land mit dem höchsten Export im Agrarbereich.

Da sich eine mögliche Trennung von der EU über Jahre hinziehen kann, entstehen große Unsicherheiten auf beiden Seiten. Der Agrarhandel gerät ins Wanken und verliert an Stabilität. Damit einher gehen wirtschaftliche und politische Veränderungen, die wiederum Arbeitslosigkeit und weitere Unsicherheiten hervorrufen.

Eine Trennung geschieht leider nicht glatt und zieht auch immer Folgen mit sich, die auf beiden Seiten spürbar sind. Fest steht, dass die Entscheidung der Briten für den „Brexit“ erhebliche Konsequenzen für Deutschland hat und dass vor allem die Landwirtschaft darunter leidet.

  Sarah Bertram
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