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Gegen die Trockenheit

Agrartipp, 12.01.2018

Neue Bohnensorten sollen in Uganda die Ernährung sichern

Ständig stellt der Klimawandel Menschen irgendwo auf der Welt vor neue Herausforderungen. Sei es der auftauende Permafrost in den alpinen und arktischen Gebieten oder der steigende Meeresspiegel, der viele Küstenregionen weltweit vor große Probleme stellt.

In Uganda bewirkte der Klimawandel in den vergangenen Jahrzehnten vor allem eine Veränderung des Niederschlagsregimes. Dürreperioden nehmen an Intensität und Häufigkeit zu. In einigen Landesteilen fällt kaum noch Regen, andere Regionen sind gänzlich auf die Niederschläge während der kurzen Monsunzeit angewiesen.

In einem Land, in dem ohnehin schon ein Großteil der Bevölkerung unter Armut und Mangelernährung leidet, haben solche klimatischen Veränderungen fatale Folgen. Im vergangenen Jahr zerstörte eine monatelange Dürre große Teile der Ernte.

 

Aus diesem Grund hat die Regierung des Landes beschlossen, fünf neue Bohnensorten in Umlauf zu bringen. Die Züchtungen des National Crops Resources Research Institute sollen trockenheitsresistenter und eisenhaltiger sein. Dadurch könnte auch die verbreitete Blutarmut im Land bekämpft werden.

Kleinbauern sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, zumindest ihren eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Es bleibt dennoch fraglich, wie lange neue Züchtungen als Anpassung an den Klimawandel ausreichen. Das Risiko für Ernteausfälle wird künftig weiter steigen. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat ermittelt, dass die Verluste bis 2100 auf 0,8 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung ansteigen könnten. Dies entspricht etwa 2,5 Billionen US-Dollar.

Eine Intensivierung der Landwirtschaft oder eine Rodung von Wäldern zum Gewinn zusätzlicher Anbauflächen stellt keine Lösung für diese Problematik dar. Ganz im Gegenteil: Solche Maßnahmen würden dem Klimawandel nur noch zusätzlichen Antrieb verleihen. Die einzige Lösung ist eine nachhaltige Bewirtschaftung und eine globale Verantwortung. Länder, deren Agrarsektor von den Folgen des Klimawandels möglicherweise sogar profitiert, müssen die Verantwortung übernehmen und dieser gerecht werden, um das Überleben aller zu gewährleisten.

  Lukas Melzer
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