Gelb so weit das Auge blickt

Agrartipp, 26.05.2016

Doch geht es dem Raps wirklich so glänzend?

Vielerorts blüht schon seit Wochen wieder der Raps und verwandelt die Felder in ein strahlendes gelbes Blütenmeer. Und auch die kühleren Standorte werden in den kommenden Tagen und Wochen folgen.

In Deutschland ist der Winterraps die meist angebaute Rapssorte. In der Regel wird er im August gesät und im darauffolgenden Juli geerntet. Unter günstigen Bedingungen können sich über 20 der kleinen, schwarzen Samen in einer Schote bilden. Aus diesen kann dann beispielsweise Rapsöl produziert werden.

Doch trotz der aktuellen Blütenpracht steigt der Preis für Raps. 225 Euro muss zur Zeit für eine Tonne Rapsschrot hingeblättert werden. Und das liegt vor allem am knappen Angebot. Eine Ursache dafür ist eine seltene Krankheit, die im Norden Deutschlands viele Flächen vernichtet hat.

Ihr Name: Kohlhernie. Der Scheinpilz, auch Rapskrebs genannt, befällt die Wurzeln des Raps und entzieht ihnen jegliches Leben bis die Pflanze schließlich abstirbt und umfällt. Kohlhernie bevorzugt feuchtes Wetter und sobald der Pilz sich einmal ausgebreitet hat, ist Bekämpfung zwecklos. Für mindestens 20 Jahre ist der Rapsanbau an einem solchen Standort nicht mehr möglich. Dann hilft nur noch umbrechen. Ein Großteil der Investitionen sind dann natürlich schon verschlungen.

Allerdings existieren momentan noch zwei Rapsarten, die gegen Kohlhernie immun sind. Wie lange das allerdings noch so bleibt, ist ungewiss.

 
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