Maiskrankheiten

Agrartipp, 19.09.2017

Was tun?

Gerade in Regionen mit einem niederschlagsreicherem August leiden die Maisfelder unter dem Blattfleckenbefall Turcicum. Abhängig von Sorte und Standort kann der Befall sogar massiv ausfallen. Bei Beständen, die anfangs nur an den Blattunterseiten befallen waren, sind nun schon abgestorbene Blattapparate zu finden. Auswirkungen auf den künftigen Ertrag sind nur klein, da die Maisabreife in den meisten Beständen schon fortgeschritten ist.

Durch abgestorbene Blätter kann die Stärkeeinlagerung in die Körner allerdings verlangsamt werden. Wer nun einen massiven Befall im Feld feststellt sollte beim erneuten Anbau unbedingt auf die Sortenwahl achten und wenn notwendig eine Beratung in Betracht ziehen.

 

 

In trockeneren Regionen litt der Mais umgekehrt an Trockenstress. Hier zeigt sich nun Stängelfäule, welche die Kolbenfüllung ebenfalls verlangsamt und sogar frühzeitig beenden kann. Gummige Körner sind die Folge. Bei Trockenstress sollte die Standfestigkeit der Pflanzen überprüft und verfolgt werden.

 

Mittlerweile zeigt sich auch der Maiszünsler wieder landesweit auf den Feldern. Grundsätzliches Mulchen nach der Ernte sollte dem Schädling Einhalt gebieten, damit er keine Chance zur Überwinterung im Boden hat.

  Carolin Gilgenbach
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