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Schädlinge, Nahrungsmangel, Landwirtschaft

Agrartipp, 23.09.2015

Die vielfältigen Einflüsse, die für das dramtische Bienensterben verantwortlich sind.

Nicht nur hierzulande sondern weltweit haben Imker einen mitunter dramatischen Rückgang ihrer Bienenpopulationen zu beklagen.

Die Zahlen aus Deutschland sprechen ihre Sprache: Etwa 900.000 Völker zählte man in diesem Jahr - im Vorjahr waren es noch über 30 Prozent mehr.

Die Ursachen für den Bienenschwund sind ebenso hausgemacht wie vielfältig.

Zum einen wäre da die intensiv betriebenen Landwirtschaft und die Varroa-Milbe, die Bienen und Imkern das Leben schwer machen; zum anderen das immer knapper werdende Nahrungsangebot.

Bild: Achim Otto

Lebten Bienen vor Jahren auf den unzähligen Wildkräuter- und Kornblumenwiesen noch im Schlaraffenland, ist jenes Futtervorkommen in vielen Regionen Deutschlands von den Äckern verschwunden. Mit dem Ende der Raps- und Obstbaumblüte verschwinden dann auch die letzten Futterquellen, ganze Populationen sterben den Hungertod.

Fatal für die Bienenvölker sind zudem milde Herbstmonate wie im vergangenen Jahr. Die Frühjahrsblüte kann die hungrigen Bienen nur eingeschränkt mit Nahrung versorgen, die geschwächten Bienen haben daraufhin der virenübertragenden Varroa-Milbe nur noch wenig entgegenzusetzen. Ein Problem greift in das nächste...

Bild: Achim Otto

Bei den Imkern ist nun ein Miteinander gefragt. Vor allem, wer im Besitz starker Völker ist, kann mit einer Teilung seine Imkerkollegen untersützen. Auch neue Königinnen sollten ihren Weg in das bedrohte Bienenvolk finden.

Jene Maßnahmen dienen, wenn überhaupt, allerdings nur der Schadensbegrenzung. Ein wirksamer Bienenschutz - und somit die Erhaltung  von Bienenvölkern - kann nur mit einem praktizierten Naturschutz gewährleistet werden.

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