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TTIP vor dem Ende

Agrartipp, 04.05.2016

Ist dies die Rettung für die Landwirte in der EU?

Die jüngsten Enthüllungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace lassen zunehmend Zweifel an der Umsetzung des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP aufkommen. Offensichtlich liegen noch große Differenzen zwischen den Verhandlungspartnern, sodass selbst in der EU-Kommission Unsicherheit bezüglich eines baldigen Abschlusses des Abkommens herrscht.

Doch welche Folgen hätte ein solches Abkommen überhaupt für die Landwirte in Europa?

Die EU und die USA sind die beiden weltweit größten Agrarproduzenten, jedoch unterscheiden sich die Strukturen erheblich voneinander. Der durchschnittliche nordamerikanische Betrieb ist um ein Vielfaches größer als ein europäischer und Kritiker befürchten, dass TTIP zur Umsetzung amerikanischer Strukturen in der EU beitragen wird, sodass vor allem Kleinbauern unter dem Abkommen zu leiden hätten.

Der geplante Abbau der Handelsbeschränkungen und gemeinsame Gesundheits- und Umweltbestimmungen könnten zu steigenden Importen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln aus Übersee in die EU führen. Darunter würde nicht nur die Qualität der Lebensmittel leiden, sondern auch die Umsätze der Klein- und Mittelbetriebe in Europa. Die Folge wäre eine weitere Industrialisierung in der Landwirtschaft zugunsten der Großkonzerne und -betriebe.

Dementsprechend werden die Nachrichten der letzten Tage von vielen Landwirten mit Wohlwollen aufgenommen worden sein. Nicht zuletzt auch wegen der geringen Kompromissbereitschaft seitens der USA, die eine endgültige Öffnung des europäischen Agrarmarktes und eine Aufhebung der Beschränkungen zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln fordert.

 
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