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Choleraepidemie im Jemen

Fit bei jedem Wetter, 17.06.2017

Auch in Hamburg grassierte schon die Seuche.

Die Cholera grassiert aktuell im bitterarmen Jemen, von mehr als 100.000 Cholera-Fällen die Rede. Über 700 Menschen sind laut WHO (World Health Organisation) im Nahen Osten bereits an den verheerenden Folgen der Infektionskrankheit gestorben.

Cholera gehört zu den meldepflichtigen Erkankungen. Verursacht wird sie durch Cholerabakterien, zu den Symptomen gehören unter anderem schwere Durchfälle und Erbrechen, welche widerum einen Elektrolytmangel hervorrufen und so zur raschen Austrocknung (Exsikkose) des Körpers führen. Neben den Hauptsymptomen sind sekundäre Anzeichen von Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen bis hin zum Koma typisch für das Krankheitsbild.

Hauptverursacher für einen Cholera-Ausbruch sind meist mangelhafte hygienische Zustände und kontaminiertes Trinkwasser. In Jemen etwa herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg, weshalb die Bewohner nur sehr schwer an sauberes Trinkwasser gelangen. Viele haben kaum bis gar keinen Zugang zu Trinkwasser. Somit wird auch die Behandlung der Krankheit erheblich erschwert. Hinzu kommen in vielen wie auch in diesem Fall ärmliche Zustände und eine zusätzliche Bedrohung durch den Hungertod.

Neben dem Jemen ist auch das ostafrikanische Somalia von einer Ausbreitung der Cholera betriffen. In dem von schweren Dürren gezeichnete Land will die WHO daher eine halbe Millionen Menschen gegen die Infektionskrankheit impfen lassen.

Kaum vorstellbar: Auch in Deutschland gab es Ende des 19. Jahrhunderts noch Choleraeoidemien. Die letzte geht auf das Jahr 1892 zurück, als in Hamburg die Krankheit grassierte. Seitdem gab es hierzulande nur vereinzelte Fälle, meist durch Ansteckungen auf Reisen. Hier wird das Bakterium meist über verunreinigtes Trinkwasser übertragen.

Wer in Länder mit erhöhter Choleragefahr reist, sollte daher folgende Punkte beachten. In jedem Fall wird außerdem eine Impfung gegen Cholera empfohlen.

- Kein unbehandeltes Wasser trinken

- Auf Eiswürfel verzichten

- Obst und Gemüse immer schälen oder kochen

- Ungekochte Lebensmittel und Milchprodukte (Eiscreme) vermeiden

- Bei Fisch und Fleisch darauf achten, dass die Nahrung durchgekocht oder gebraten ist

- Baden in gefährdeten Gebieten vermeiden

- Auf die Hygiene beim Toilettengang achten (Hände waschen!)

  Carolin Gilgenbach
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