Kälte + Feinstaub = Risiko pur!

Herz-Kreislauf-Wetter, 26.01.2026

Lebensgefahr beim Schneeschippen? Bei Herzproblemen ist jetzt Schonung angesagt!

Die Temperaturen bleiben auch in den kommenden Tagen winterlich bis eisig: In der Osthälfte etwa können die Werte teils wieder in den zweistelligen Minusbereich sinken.

Vor allem für Menschen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen stellt allein die extreme Kälte ein erstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.

Zusätzlich belastet derzeit aber auch noch eine ungewöhnlich hohe Feinstaubkonzentration die Gesundheit.

Die Temperaturen am Freitagmorgen (06:00 Uhr) nach GFS:

© www.donnerwetter.de

Warum extreme Kälte gefährlich ist

Sehr niedrige Temperaturen führen dazu, dass sich die Blutgefäße verengen. In der Folge steigt der Blutdruck, das Herz muss stärker arbeiten und wird zusätzlich belastet. Dadurch erhöht sich das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle sowie andere akute Herz-Kreislauf-Komplikationen deutlich.

Zusätzliche Belastung durch hohe Feinstaubwerte

Aktuell kommen erhöhte Feinstaubkonzentrationen hinzu, insbesondere beim gesundheitlich besonders relevanten PM2,5. Ursache sind eine stabile Inversionswetterlage und schwache Luftdurchmischung, wodurch Schadstoffe in Bodennähe angereichert bleiben. Südostwinde transportieren zusätzlich belastete Luft aus Osteuropa nach Deutschland.

Sehr hohe Feinstaubbelastung aktuell
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Feinstaubpartikel können tief in die Lunge eindringen, Entzündungsreaktionen auslösen und über den Blutkreislauf das Herz-Kreislauf-System belasten. Studien zeigen, dass hohe Feinstaubwerte das Risiko für Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle weiter erhöhen – insbesondere bei bereits vorerkrankten Menschen.

Empfehlungen für gefährdete Personengruppen

Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien möglichst vermeiden, sich konsequent warm anziehen und ausreichend Ruhepausen einplanen. Bei sehr hohen Feinstaubwerten ist es zudem ratsam, längere Aufenthalte im Freien zu reduzieren und auf intensive körperliche Belastung zu verzichten.

Bei Warnzeichen wie Atemnot, Brustschmerzen, starkem Schwindel oder plötzlicher Schwäche sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. In der aktuellen Kälte- und Feinstaubphase sind besondere Vorsicht und Schonung dringend angeraten.



Hinweis:

Die Prognosen hier sollen helfen, Ihr individuelles Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall besser einzuschätzen.

Seit Jahren ist bekannt, dass atmosphärische Veränderungen zu einer Häufung von Schlaganfällen und Herzinfarkten führen können. Insbesondere bei schnellen Änderungen von Temperaturen kommt es einem Anstieg von Fällen bei Risikopatienten. Besonders Menschen mit Vorerkrankungen sind betroffen. Das Wetter ist allerdings nicht die Ursache des Herz- Kreislaufproblems, sondern Vorschädigen zusammen mit Wetterstress führen zum akuten Auslösen des Herzinfarktes oder Schlaganfalles.

Eine große Studie mit fast 1.700 Schlaganfallpatienten, veröffentlich im Journal of Epidemiology, stellte die schon seit Jahren bekannten Ergebnisse nochmals klar: "weather changes are associated with increased ischemic stroke risk: a case-crossover study". Donnerwetter.de benutzt Erkenntnisse aus eigenen Studien und Daten, um spezielle Vorhersagen für Herzpatienten und für Schlaganfallpatienten zu machen.

Was kann man tun gegen erhöhte Schlaganfall- und Herzinfarktrisiken? Diese Frage bekommen wir häufig gestellt. Schließlich ist das Risiko, einen Schlaganfall / Herzinfarkt zu erleiden in hohem Maße vom Wetter abhängig.

Grundsätzlich ist Sport oder eine körperliche Betätigung nach Meinung der meisten Ärzte gut; an "gefährlichen Tagen" sollten Sie aber darauf achten, keine ungewohnten Anstrengungen zu unternehmen.

Achten Sie an diesen Tagen zudem darauf, dass eine sorgfältige Einnahme aller benötigter Medikamente erfolgt. Ruhen Sie sich aus, schlafen Sie mehr als üblich und planen Sie an Risikotagen keine aufregenden emotionalen Dinge. Schließlich geht es um Ihr Leben...
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