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Klima der Angst

Fit bei jedem Wetter, 19.11.2015

Panik darf keine Macht über uns ergreifen.

Nicht nur Sturm „Heini“ hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei sehr vielen für eine schlaflose Nacht gesorgt. Hat sich ein klassischer europäischer Herbststurm nach ein, zwei Tagen verzogen und in den meisten Fällen höchstens Sachschäden hinterlassen, sieht sich Europa aktuell von einem viel schlimmeren Sturm bedroht.

Ein todbringender Sturm, der uns die Luft zum Atmen nimmt. Ein Sturm, der viele von uns unweigerlich dazu bringt, jeden Kino-, Konzert-, Restaurant- und bald auch Weihnachtsmarktbesuch mit einem flauen Gefühl im Magen anzutreten. Ein Sturm, der somit den Artikel 2 unseres Grundgesetzes angreift: Die „Freiheit der Person“ ist derzeit sehr wohl verletzlich – und zwar in hohem Maße.

Die Angst vor Anschlägen ist nach den Attentaten in Paris vom 13. November auch bei uns immens. Doch nicht erst festgenommene Terrorverdächtige und abgesagte Fußballspiele machten den Terror bei uns greifbar.

Sei es das Auffliegen der sogenannten Sauerlandzelle im Jahr 2007, die tödlichen Schüsse auf zwei US-Militärs in Frankfurt im Jahr 2011 oder der gescheiterte Bomben-Anschlag von Bonn im Jahr 2012: Der Terror ist schon lange vor Paris bei uns angekommen, jetzt streut er nur Salz in offene Wunden. Nur Zufällen ist es zu verdanken, dass Deutschland bislang noch keine mehrstelligen Terroropferzahlen beklagen musste.

November 2015, Europa in Angst. Eine Hauptschuld an dem gerade herrschenden Endzeitszenario trägt die Politik, die nun das erntet, was sie einst durch die Unterstützung arabischer Diktaturen und deren Versorgung mit Waffen säte. Nach dem endgültigen Zusammenbruch dieser Länder tauchten auch zunehmend die schwer bewaffneten Individuen auf, die nun ihr verzerrtes Glaubensbild mit Gewalt in unsere zivilisierte Welt tragen wollen. Büßen muss dafür in erster Linie der Bürger, der nun auf Schritt und Tritt um seine Unversehrtheit bangen muss.

Ob Herbst- oder Islamisten-Sturm: Mit Panik war noch niemanden geholfen. Und auch wenn die Gefahr durch denn Terror noch so bedrohlich wirkt: Sie darf unter keinen Umständen so weit gehen, dass wir als Mehrheit der freiheitslebenden und -liebenden Menschen eingeschnürt werden.

Auf der anderen Seite müssen wir uns aber auch verteidigen; denn sonst kann - wie aktuell der Historiker Niall Ferguson schreibt - die Zivilisation in Europa zerfallen.

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