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Klischee nicht erfüllt

Fit bei jedem Wetter, 08.12.2018

Selbstmordrate an Weihnachten niedriger als im Frühling

Bald ist es wieder soweit: Das Haus wird festlich geschmückt, der Weihnachtsbaum aufgestellt, die Gans in den Ofen geschoben und die Geschenke liebevoll verpackt. Doch nicht immer geht es besinnlich zu: Viele Familien sind zerstritten, andere bekommen sich gerade an Weihnachten in die Wolle und manche Menschen müssen Weihnachten sogar alleine verbringen.

Vor allem sehr einsame oder depressive Menschen werden durch die „besinnliche Weihnachtszeit“ an ihre eigene Einsamkeit erinnert. Das lässt den Schluss zu, dass auch die Selbstmordrate in dieser Zeit besonders hoch ist. Oder?

Weihnachten - eine besinnliche Zeit?

Wenn es eine Saison für Suizide gibt, dann ist es der Frühling

Das Klischee, dass sich um die Weihnachtszeit mehr Menschen umbringen, als in der restlichen Jahreszeit, kann klar verneint werden. Wie Studien sowohl in Nordamerika als auch in europäischen Ländern immer wieder zeigen: Es bringen sich mehr Menschen in den freundlichen, warmen Jahreszeiten um und nicht in der kalten, dunklen Winterzeit.

Schon der Soziologe Émile Durkheim kam in seiner berühmten Studie über den Selbstmord 1897, auf folgendes Ergebnis: Nicht im Winter und auch nicht im Herbst brachten sich Durkheim zufolge besonders viele Menschen um, sondern "während der schönen Jahreszeit, wenn die Natur lächelt und die Temperatur am süßesten ist". Man könnte auch sagen: Wenn der Kontrast zwischen der Innen- und der Außenwelt am größten ist.

Die Selbstmordrate zeigt, dass der Freitod in Deutschland mit rund 10.000 Toten pro Jahr zu einer der häufigsten Todesursachen zählt.

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