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'Leichenfinger'

Fit bei jedem Wetter, 03.12.2019

Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung lebt mit Raynaud-Sydrom.

Zugegeben, der umgangssprachliche Name des Raynaud-Syndroms klingt schlimm; dabei ist die Weißfingerkrankheit, wie das Raynaud-Syndrom ebenfalls genannt wird, in der Regel harmlos.

In den USA sind Schätzungen zufolge etwa 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung von Raynaud betroffen, Frauen dabei bis zu fünf Mal häufiger als Männer.

Bild: Burkhard Kling

Bemerkbar macht sich das Raynaud-Syndrom mit dem Erblassen von Finger- und Zehenspitzen, in einigen Fällen können auch Nase und Ohren betroffen sein. Wird der menschliche Körper Kälte ausgesetzt, wird im Normalfall zusätzliches Blut in tiefere Körpervenen gepumpt, um den Wärmeverlust zu minimieren. Bei Raynaud-Betroffenen funktioniert die Regulierung nur eingeschränkt, Vasospasmen, also reizausgelöste Verengungen von Blutgefäßen, verursachen die Weißfärbung der Körperpartien. Die Verkrampfungen lösen sich in den meisten Fällen von selbst.

Differenziert wird zwischen dem primären und dem sekündären Raynaud-Sydrom. Ersteres tritt ohne Grunderkrankung auf, das sekundäre zeigt sich als Begleiterkrankung (z. B. bei Autoimmunerkrankungen).

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