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Mehr Hitze- oder Kältetote?

Fit bei jedem Wetter, 10.05.2021

Studie liefert erstaunliche Zahlen: Diese Temperaturen sind tödlich!

Kaum ein Jahr, in dem unsere Nachrichten nicht über eine extreme Hitze- oder Kältewelle berichten. So sorgte etwa eine Hitzwelle im August des Extremsommers 2003 für viele Todesopfer. Bei Temperaturen über 40 Grad C starben alleine in Deutschland 3.500 Menschen.

Ein Forscherteam der britischen London School of Hygiene and Tropical Medicine untersuchte so etwa vor einigen Jahren in einer groß angelegten Studie, ob extreme thermische Belastungen wirklich die meisten wetterbedingten Todesfälle verursachen.

Untersucht wurden in der Studie 74 Millionen Todesfälle zwischen den Jahren 1985 und 2012 in 13 Ländern. Europa war mit Schweden, Großbritannien, Italien und Spanien vertreten.

Das Augenmerk wurde dabei auf die Temperatur zum Todeszeitpunkt geworfen. Danach wurden die analysierten Daten mit einer individuell für das Land berechneten Optimaltemperatur verglichen.

Das erstaunliche Ergebnis: Nicht Hitzwellen fordern die meisten Menschenleben, eher zu kühle Temperaturen ließen die Mortalitätsrate in die Höhe schnellen.

Für die spanische Hauptstadt Madrid (berechnete Optimaltemperatur: 22 Grad C) waren Werte um 8 Grad C besonders gefährlich. Danach schlug die Kurve erst wieder bei 25 Grad C aus. Minusgrade oder Tropentage spielten in Sachen Sterblichkeit dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Einen Haken hat die Studie um den Biologen Antonio Gasparrini dann aber doch: Denn viele wichtige Faktoren, etwa Alter und Geschlecht des Verstorbenen oder ob er in einer Millionenstadt mit hoher Luftverschmutzung oder auf dem "platten Land" lebte, werden von der britischen Studie nicht berücksichtigt.

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