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Nebelalarm!

Fit bei jedem Wetter, 19.10.2018

Entstehung und Einfluss auf den Menschen.

Nebel ist in Deutschland zwar ein ganzjähriges Phänomen, bevorzugt leidet die Sicht aber in der dunklen Jahreszeit zwischen September bis März. In den Monaten September und Oktober gibt es sogar an jedem dritten Tag Nebel!

So entsteht Nebel

Nebel ist grundsätzlich nichts anderes als eine auf dem Boden aufliegende Wolke - und genauso entsteht er auch.

Stellen wir uns eine klare kalte Nacht vor, in der die Lufttemperatur von 10 Grad durch Wärmeverlust der Erdoberfläche langsam absinkt. Bei einer Temperatur von 10 Grad war die Luft mit 6 Gramm Feuchtigkeit pro Kilogramm Luft schon recht feucht.

Die relative Luftfeuchtigkeit betrug ca. 80 % (6 g / 7.6 g/kg). Bei einer Temperatur von etwa 7 Grad steigt die relative Luftfeuchtigkeit auf 100%. Die Luft enthält nun so viel Feuchtigkeit, wie sie bei dieser Temperatur maximal halten kann. Bei einem weiterem Absinken der Temperatur kann die Luft die Feuchtigkeit nicht mehr halten, es setzt Kondensation ein.

Nieselregen und Nebel - Bild: Achim Otto

Die gasförmig in der Luft vorhandene Feuchtigkeit bildet nun winzige, gerade noch für das menschliche Auge sichtbare Wassertröpfchen. Diese vielen kleinen Wassertröpfchen können die Sichtweite soweit behindern, dass wir von Nebel sprechen.

Meteorologen sprechen bei einer Sichtweite von unter einem Kilometer als Nebel. Sichtweiten zwischen 1 und 8 Kilometern mit hoher Luftfeuchtigkeit werden dagegen als feuchter Dunst bezeichnet.

In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Nebeltage in Deutschland im Flachland übrigens rückläufig. So werden meist weniger als 50 Nebeltage pro Jahr gezählt. In den fünfziger Jahren gab es pro Jahr noch fast 20 Nebeltage mehr. Der Rückgang ist wahrscheinlich mit einer Veränderung der Wetterlagen im Winter und einer verbesserten Luftqualität zu erklären. Besonders nebelig ist es übrigens in den Mittelgebirgen. Im Oberharz werden bis zu 300 Nebeltage gezählt.

Wirkung des Nebel auf unseren Körper

Von den Gefahren, die dichter Nebel vor allem für Verkehrsteilnehmer jeglicher Art mit sich bringen kann, abgesehen: Wirkt ein dunstiger Morgen, der uns jegliche Fernsicht nimmt, noch auf andere Weise negativ auf uns ein?

Unheimliche Nebelatmosphäre
- Bild: Achim Otto

Laut des bekannten Arztes und Psychologen Willy Hellpach (1877-1955) ist langanhaltender Nebel für eine gedrückte und reizbare Stimmung verantwortlich. Nebelklima ist eben „melancholisch“.

Doch gibt es eine direkte Wirkung des Nebels auf den Organismus?

Wie bereits oben beschrieben, ist Nebel nichts anderes als eine tief aufliegende Wolke. Zusammen mit den meist niedrigen Temperaturen verursacht er aber nicht selten ein besonderes Fröstel- oder Durchnässungsgefühl.

Hinzu kommt häufig der völlige Verlust der Sicht - die Einschleierung der Landschaft überträgt sich dann auch häufig auf unser Gemüt. Wahrscheinlich wirkt Nebel nur durch die Sinneseindrücke, trotzdem haftet ihm seit jeher etwas Unheimliches an.

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