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Unentspannte Urlaubsfahrt

Fit bei jedem Wetter, 08.07.2020

So wirken schlechtes Wetter, Baustellen und Dunkelheit auf die Herzfrequenz des Fahrers.

Wie zur Ferienzeit üblich, werden wohl auch noch in den nächsten Wochen die Autobahnen und Bundesstraßen zeitweise unter erhöhtem Verkehrsaufkommen ächzen. Lange Staus sind dann vor allem auf den Hauptverkehrsadern der Ballungszentren und an den Küsten zu erwarten. Die zahlreichen Baustellen tragen ihren Teil zur unentspannten Fahrt in den Urlaub bei.

Für weiteren Verkehrsstress kann zusätzlich dann noch das Reisewetter sorgen.

Enge Fahrbahnen, Regenwetter, Dämmerung - Faktoren, die beim Fahrer psychischen Stress auslösen.
Bild: Achim Otto

Da wir leider weder auf den Verkehr noch das Wetter Einfluss nehmen können, sind Fahrten, die wir unter psychischem und physischem Stress absolvieren müssen, sicherlich jedem Verkehrsteilnehmer bekannt.

Eine klassische Situtation: Autobahnfahrt, verengte Fahrspuren durch Baustelle, direkt nebenan möchte sich ein Vierzigtonner vorbeiquetschen.

Je nach Verkehrs- und Wettersitutation macht sich unsere Angespanntheit durch einen schnelleren Herzschlag bemerkbar.

Wir haben einen Fahrer auf drei 30-minütige Fahrten geschickt, dabei trug er einen Herzfrequenzmesser. Alle Fahrten fanden unter verschiedenen Wetter-, Tageszeit- und Verkehrsbedingungen statt.

Die erste Messungen nahmen wir an einem Morgen vor. Die Sichtweite war an diesem Tag zwar nicht mehr durch die Dunkelheit, daür aber durch dichten Nebel eingeschränkt. Die hohe Konzentration auf das Straßengeschehen machte sich während der halbstündigen Fahrt mit einer Herzfrequenz von bis zu 120 bpm bemerkbar.

Tagfahrt bei Nebel

 

Für die zweite Fahrt ging es auf die Autobahn. Neben regnerischem Wetter und der einsetzenden Dämmerung geriet unser Fahrer dabei auch in die bereits weiter oben im Text beschriebene LKW-Situation. Für den Fahrer Stress pur - Herz und Kreislauf werden in solchen Verkehrssituatiationen besonders gefordert.

Hohe Stressbelastung für den Fahrer

 

Unsere dritte Fahrt fand ebenfalls in der Dunkelheit statt. Scheinbar unter optimalen Bedingungen für den Fahrer: Wenig Verkehr, gute Sicht, kein Regen.

Seine Entspanntheit ist an seinem vergleichsweise ruhigen Herzschlag nachzuvollziehen.

Doch gerade hier liegt die Gefahr: Da der Fahrer im Verkehr kaum gefordert wurde, verstärkte sich seine Müdigkeit während der Testfahrt zunehmend. Im schlimmsten Fall hätte dies in einem Sekundenschlaf enden können.

Die Dunkelheit draußen und eine monotone Streckenführung, vor allem auf Autobahnen und Landstraßen, können zusätzlich Ihren Teil dazu beitragen.

Wir wünschen allzeit gute Fahrt!

Nachtfahrt unter scheinbar "besten Bedingungen"

 

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