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Wechselspiel der Gefäße

Fit bei jedem Wetter, 18.10.2020

So geht unser Körper gegen Kälte vor

Wie an Verbrennungen kann unsere Haut auch an Erfrierungen leiden. In den meisten Fällen sind dann Hände / Finger, Füße / Zehe oder die Nase betroffen. Hautrisse oder Frostbeulen können bereits entstehen, wenn man seine Haut un- oder nicht ausreichend geschützt Temperaturen um 0 Grad C aussetzt. Beide verheilen in der Regel aber binnen weniger Tage.

Erfrierungen 1. Grades kommen erst bei Minusgraden zustande. In der höheren Stufe, den Erfrierungen 2. Grades, wird die Haut geschädigt, das Gewebe bleibt jedoch unberührt. Zieht man sich Erfrierungen 3. Grades zu, bilden sich zunächst Blutblasen auf der Haut, die später, ebenso wie das darunterliegende Gewebe, abstirbt.

Bild: Achim Otto

Das Schmerzempfinden ist bei Erfrierungen 3. Grades nahezu ausgehebelt, da die betroffenen Gliedmaßen in den meisten Fällen bereits abgestorben sind. Die schwarz gefärbten Gliedmaßen werden amputiert.

Um Erfrierungen zu vermeiden, verfügt unser Körper über einen ausgeklügelten Abwehrmechanismus. Im Winter kennt das Szenario jeder: Halten wir eine Portion Schnee in der Hand, kühlt sich auch die Hand ab. In einer solchen Situation ziehen sich unsere Blutgefäße zusammen, damit keine Wärme in die Umgebung abgegeben wird. Dies dient der natürlichen Wärmeregulation unseres Körpers. Nach etwa 10 Minuten weiten sich die Gefäße dann wieder, wärmendes Blut fließt in unsere Hand. Nach weiteren 10 Minuten ziehen sich die Gefäße dann wieder zusammen usw.

Dieses Wechselspiel sorgt dafür, dass die Wärme im Körperkern gehalten wird und unsere Finger, Zehen etc. keine Frostschäden davontragen.

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