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Die Kröten sind los!

aktuell, 06.03.2021

Wie finden die Tiere den Weg zur Laichstelle?

Haben Sie auch schon welche gesehen? Kröten tauchen im Moment überall auf und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Die Krötenwanderung hat dieses Jahr schon erstaunlich früh begonnen.

In der Eifel am Donnerwetter.de-Wetterpark sind letzte Woche uns auch schon einige begegnet:

600 Meter wandern die Tiere pro Tag, etwa fünf Kilometer insgesamt.

Damit die kleinen Tiere nicht von Autos erfasst werden, errichten Tierschützer jedes Jahr im Frühling „Krötenzäune“. Zudem stellen Tierschützer Eimer auf, in die die Kröten fallen, um diese sicher über die Straße tragen zu können. Die Kröten – welche übrigens bis zu 12 Jahre alt werden können - legen diese Wanderung aufgrund ihrer Fortpflanzung zurück. Die weiblichen Kröten wandern dazu zu dem Tümpel, in dem sie geboren sind, um dort ihre Eier abzulegen, aus denen später die Kaulquappen schlüpfen. Die Tiere sind somit ortsgebundene Amphibien, die immer zu „ihrer Heimat“ zurückkehren.

Die frühe Wanderung dieses Jahr liegt an der milden Witterung der letzten Februarwoche, die die Tiere dazu veranlasst hat, sich auf den Weg zu machen. Wenn das Wetter mitspielt, werden auch in den nächsten Wochen einige Wanderungen stattfinden. Gebremst werden kann dies nur durch einen starken Temperaturrückgang oder stärkere Winde in den nächsten Tagen. Kröten wandern in Gruppen von bis zu 100 Tieren - vermutlich damit Feinde nicht alle Tiere erwischen können.

Doch wie orientieren sich die Kröten eigentlich?

Die Wissenschaft ist sich in diesem Punkt sehr uneinig. Einige Forscher wollen herausgefunden haben, dass sich Kröten mithilfe eines speziellen Organs im Gehirn orientieren. Ganz einig sind sich die Wissenschaftlicher dabei allerdings nicht, denn eine zusätzliche Orientierung an den Sternen und der Helligkeit ist ebenfalls möglich. Natürlich haben die Tiere dabei nicht die Straßen und Blumenbeete der Menschen in ihrem „Navigationssystem“ eingebaut und bewegen sich einfach querfeldein. Darum birgt der Weg auch einige Gefahren. Wenn das angestrebte Gewässer beispielsweise ausgetrocknet ist, suchen sich die Tiere ein alternatives Gewässer.

 

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