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Schön oder schön nervig?!

Gartentipps, 22.09.2019

Drüsiges Springkraut - Indischer Exportartikel verdrängt heimische Pflanzen

Auch in diesem Jahr sah man vor lautem Drüsigen Springkraut den Wald nicht mehr. Die Auen an Rhein, Sieg und anderen Uferlandschaften erblühten in grellem Pink; und auch im Bayerischen Wald war es massenhaft zu finden.

Überall dort, wo die Böden einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen, fühlt sich auch das im 19. Jahrhundert in Europa als Zierpflanze eingebürgerte Drüsige Springkraut wohl. Ursprünglich stammt das Gewächs, welches zur Familie der Balsaminengewächse gehört, vom Indischen Subkontinent.

Mittlerweile wird die rasante Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts zu einem echten Problem, da sie als Neophyt heimische Pflanzen aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Drüsiges Springkraut - Impatiens glandulifera

In kurzer Zeit erreicht die Pflanze, die durch einen Schleudermechanismus ihre Samen bis zu sieben Meter weit "verschießen" kann, Wuchshöhen von bis zu 200 cm. Dass sich das Drüsige Springkraut regional zur Plage entwickelt, ist neben der Anzahl der Samen (jedes Exemplar kann bis zu 4.500 Samen produzieren) auch der hohen Keimfähigkeit geschuldet. Diese liegt bei etwa 80 Prozent und kann mehrere Jahre erhalten bleiben.

Da das Drüsige Springkraut eine einjährige Pflanze ist, ist seine Bekämpfung vergleichsweise einfach. Meist kann es einfach aus dem Boden herausgerissen werden. Danach sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Sprossknoten nicht wiederbewurzeln.

Die vom Springkraut befreiten Flächen sollten, da zurückgebliebene Samen auch noch fünf Jahre nach Entfernen der Pflanzen keimfähig sein können, regelmäßig auf Wiederansiedlung überprüft werden.

  Sarah Bertram
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