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Violett-blauer Traum

Fit bei jedem Wetter, 11.07.2020

Ochsenzungen - schön aber giftig!

Mit ihren schönen, violett-blauen Blüten ist die Ochsenzunge (Anchusa) von Juni bis August ein Blickfang in jedem Garten und auch in der freien Natur. Doch auch, wenn sie in der Vergangenheit als Heilpflanze verwendet wurde, sollte man die Finger von ihr lassen!

Die Ochsenzunge verdankt ihren außergewöhnlichen Namen der Schlundschuppen der Pflanzenblätter, welche rau, behaart und einer Rinderzunge ähnlich sind. Sie ist eine zweijährige, krautige Pflanze und wächst um die 30 bis 60 Zentimeter hoch. Die Ochsenzunge ist überwiegend im Süden Europas bis in Höhenlagen von etwa 1600 m beheimatet. Gelegentlich findet man die Pflanze auch in tieferen Lagen innerhalb Mitteleuropas, beispielsweise in der Eifel.

Die Schlundschuppen der Pflanzenblätter ähneln der Oberfläche einer Rinderzunge - daher der ungewöhnliche Name
- Bild: Achim Otto

In der Vergangenheit wurde die Pflanze häufig als Heilpflanze verwendet, um ihre beruhigende und schmerzlindernde Wirkung zu entfalten. Man fand dann allerdings heraus, dass sie giftige Pyrrolizidinalkaloide wie Lycopsamin in hoher Konzentration enthält und rät seitdem von einer medizinischen Einnahme der Ochsenzunge ab. Forscher vermuten zudem eine krebserregende Wirkung der Pyrrolizidinalkaloide.

Vorsicht: Die Ochsenzunge wird im Internet häufig noch als Heilpflanze bezeichnet, gilt aber inzwischen als giftig!

Für Gartenliebhaber interessant: Durch den nach innen gut verschließbaren Schlund, können kleine, bestäubungsunfähige Insekten sicher abgewehrt werden und nur große Nützlinge wie Bienen und Hummeln an den Blütennektar gelangen. 

  Sarah Bertram
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