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Pinke Pest?

Gartentipps, 05.08.2021

Drüsiges Springkraut - Indischer Exportartikel verdrängt heimische Pflanzen.

Die Auen an Rhein, Sieg und anderen Uferlandschaften erblühen momentan wieder in grellem Pink; und auch im Bayerischen Wald ist es massenhaft zu finden. Überall dort, wo die Böden einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen, fühlt sich auch das im 19. Jahrhundert in Europa als Zierpflanze eingebürgerte Drüsige Springkraut wohl. Ursprünglich stammt das Gewächs, welches zur Familie der Balsaminengewächse gehört, vom Indischen Subkontinent.

Mittlerweile wird die rasante Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts zu einem echten Problem, da sie als Neophyt heimische Pflanzen aus ihrem Lebensraum verdrängt.

In kurzer Zeit erreicht die Pflanze, die durch einen Schleudermechanismus ihre Samen bis zu sieben Meter weit "verschießen" kann, Wuchshöhen um 200 cm. Dass sich das Drüsige Springkraut regional zur Plage entwickelt, ist neben der Anzahl der Samen (jedes Exemplar kann bis zu 4.500 Samen produzieren) auch der hohen Keimfähigkeit verschuldet. Diese liegt bei etwa 80 Prozent und kann mehrere Jahre erhalten bleiben.

Da das Drüsige Springkraut eine einjährige Pflanze ist, ist seine Bekämpfung vergleichsweise einfach. Meist kann es einfach aus dem Boden herausgerissen werden. Danach sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Sprossknoten nicht wiederbewurzeln.

Die vom Springkraut befreiten Flächen sollten, da zurückgebliebene Samen auch noch fünf Jahre nach Entfernen der Pflanzen keimfähig sein können, regelmäßig auf Wiederansiedlung überprüft werden.

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