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Ein Grund zur Hoffnung?

Klima, 08.03.2018

Beschleunigte Verwitterung von Gestein könnte helfen CO2 aus der Luft zu holen

Der CO2-Ausstoß liegt bei aktuell 40 Milliarden Tonnen pro Jahr. Um den Ausstoß zu verringern, wurden schon viele Ideen vorgestellt. Diese waren aber bis jetzt alle noch nicht vollständig überzeugend. Die Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlichte nun eine ganz neue Idee von Klimafolgeforschern.

Die Verwitterung von Steinen nutzen, um Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren.

Klingt zunächst einmal seltsam, aber das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Bei der Verwitterung von Gestein binden Mineralien in einem sehr langsamen und natürlichen Prozess CO2, welches somit aus der Atmosphäre „gezogen“ wird. Bringt man zerkleinerte Steine auf eine große Fläche aus, beschleunigt man den Prozess – soweit die Theorie.

 

kraftwerk Weisweiler

 

Das Problem ist die Komplexität des Vorhabens.

Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht, denn vom Abbau des Gesteins, über das Zermahlen, dem Transport und schließlich dem Ausbringen auf das Land vergeht eine lange Zeit und der Prozess ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Außerdem: Um eine Milliarde Tonnen CO2 zu binden, müssten mehr als drei Milliarden Tonnen Basalt ausgebracht werden. Trotzdem scheint laut den Wissenschaftlern die Wirtschaftlichkeit gegeben zu sein.

Die Idee könnte durchaus erfolgsversprechend sein. Vor allem da alle Projekte, die bislang in Erwägung gezogen wurden, um CO2 zu speichern, meist zu teuer oder nicht umsetzbar waren. Mit einer tatsächlichen Umsetzung der Idee, könnte also - laut den Wissenschaftern - durchaus die Klimapolitik unterschützt und der CO2-Ausstoß verringert werden.

  Sarah Bertram
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