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EU und NATO schauen nur weg

Klima, 20.03.2018

Großkonflikte und fortschreitender Klimawandel - zum Versagen der internationalen Zusammenarbeit.

Ja, ich weiß, Sie wollen das nicht wirklich hören. Gute Nachrichten sind sicherlich schöner. Heute muss ich Sie aber leider enttäuschen, denn ich möchte Ihnen kurz erklären, was der Syrienkonflikt, der Krieg im Jemen, der potentielle Handelskrieg mit den USA und zunehmende politische Repression in Deutschland mit dem Klimwandel zu tun hat.

Alle aufgeführten Konflikte stehen für ein Versagen der internationalen Zusammenarbeit. Natürlich wird am ein oder anderen Brandherd noch konferiert, aber die Alleingänge der Großmächte Russland, China und besonders der USA zeigen, dass herzlich wenig darauf gegeben wird, was die anderen machen. Es ist einfach "wurscht".

Der Syrienkonflikt, aber auch die Auseinandersetzung im Jemen, sind keine Bürgerkriege, sondern internationale Großkonflikte, die ausgetragen werden. Obwohl der Sicherheitsrat der UN eine Waffenruhe ausgelobt hat, marschiert Erdogan ein und lässt plündern und morden. Die EU zieht wie gewohnt den Schwanz ein und lässt den IS wieder Menschen massakrieren. Und im Jemen? Gleiche Verbrechen mit anderen Akteuren.

EU und NATO sind mal wieder ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, etwas von einer Wertegesellschaft vorzusäuseln. Zugegeben, auch ich habe dies lange geglaubt; aber seitdem deutsche Panzer für den türkischen IS unterwegs, habe ich ein anderes Bild.

Nur mit Kooperation und ehrlichem „Geben und Nehmen“ auf internationaler Ebene wird man im Klimaschutz und bei der Beendigung von Konflikten zu Lösungen kommen. Rund 30 Jahre nach dem Fall des Ostblocks, einem neoliberalen Siegeszug und einem neuen Nationalismus, ist dies sehr unwahrscheinlich geworden. Für die von uns unterstützten Autokraten in verschiedenen Ländern zahlen wir noch einen hohen Preis. Nicht die Händler, aber das meist nicht gut informierte Volk.

Den Klimawandel und die Erde interessiert diese Leute, entschuldigen Sie die Formulierung, einen feuchten Dreck; und da diese Erkenntnis sehr weh tut und das Handeln vieler westlicher Akteure in Frage stellt, muss mehr Repression her - damit auch ja niemand zu viel Kritik in den Demokratien ausübt.

 

  Karsten Brandt
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