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Teure Büros statt Seenotrettung

Klima, 29.07.2017

Während Menschen ertrinken, zieht sich die EU aus der Verantwortung

Tausende Menschen mussten in den letzten Jahren im Mittelmeer ertrinken, während sie auf einem engen, kleinen Schlauchboot auf eine bessere Zukunft hofften. Es ist erschütternd zu sehen, wie stark sich die Verantwortlichen aus der Problematik raushalten und noch schlimmer: Sie schmeißen den privaten Flüchtlingsrettern große Steine in Form von strengen Auflagen vor die Füße.

Bild: Marcel Lentz

Immer wieder machen sich Menschen auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft. Sie setzen ihr Leben aufs Spiel. Viele private NGO´s wie beispielsweise die Seenotrettung-NGO „Sea Watch“ guckt nicht weg, sondern rettet wo sie nur kann. Kürzlich haben sie sogar eine App eingerichtet, mit der Flüchtlinge einen Notruf absetzen können.

Diese Rettungsaktionen sind auch notwendig, da die EU-Mitgliedsstaaten lieber verhindern wollen, dass noch mehr Menschen den Boden der EU erreichen. Sie fürchten sich vor einem zu großen Andrang, den sich nicht stemmen können. Auch, wenn die Problematik offensichtlich ist, mit der die Politik bei einem noch höheren Andrang zu kämpfen hätte, hat das mit Menschlichkeit nichts mehr zu tun.

Vor allem Aussagen, wie die von Frontex-Direktor Fabricio Leggeri, können einen schon mal zur Weißglut bringen: Die Arbeit der NGOs führe dazu, „dass die Schleuser noch mehr Migranten als in den Jahren zuvor auf die seeuntüchtigen Boote zwingen“. Man schiebt die Verantwortung also nun den Nichtregierungsorganisationen zu. Aktionen, die der EU viel Geld kosten, werden zudem eingestellt. Man schaut also nicht nur dabei zu, wie Menschen ertrinken, sondern hindert NGO´s, mithilfe von strengen Auflagen daran, Schiffbrüchige zu retten.

Der ursprüngliche Plan der NGO´s, die EU mit den Rettungsaktionen unter einen moralischen Druck zu setzen, damit diese ihrer Verantwortung nachkommen, ist damit erst einmal gescheitert.

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Quellen u.a.: taz.de (2017): Rettung, wo sonst niemand rettet. Abrufbar unter: http://www.taz.de/!5399236/

  Sarah Bertram
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