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Vorsorge bei Sturzfluten

Klima, 15.05.2016

Wischiwaschi statt handfeste Maßnahmen

Die Fachzeitschrift Business Geomatics beschäftigt sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit "Sturzfluten", die deutschen Städten drohen könnten bzw. mit dem Management von Starkregenereignissen in Städten.

Eigentlich ein ehrenwertes Anliegen, allerdings geht es in solchen Artikeln, auch in dem dieser Zeitschrift, allein darum, technisch das Problem zu lösen. Heißt: Das Wasser soll ohne große Überflutungsschäden abgeführt werden.

Business Geomatics vor unserem Regenmesser

Dabei zäumt man das Pferd vom Schwanz her auf; eine Analyse, warum Starkregen in urbanen Räumen überhaupt zu solch extremen Auswirkungen führen kann, erspart man sich.

Warum sollte man auch: Die Umsetzung ist zum einen sehr kompliziert, da auch die privaten Haus- und Grundbesitzer miteinbezogen werden müssen. Zum anderen lässt sich mit der alleinigen Abwasserbeseitigung natürlich viel mehr Geld verdienen.

Die Entsiegelung versiegelter Flächen, das Zwischenspeichern von Wasser und die Verwilderung von Gärten: All das wären auch für eine dicht besiedelte Großstadt sinnvolle Methoden, die Auswirkungen von Starkregenfällen erheblich zu reduzieren.

Schließlich ist es der Mensch, der durch sein räumliches Handeln eine Vielzahl der Sturzfluten maßgeblich mitverursacht. Will er die Natur weiterhin für sich nutzen und nach seinen Vorstellungen gestalten, ist es unvermeidbar dabei auch Kompromisse einzugehen. Schließlich sind Sturzfluten auch ein natürliches Phänomen, dessen Ausmaße sich häufig allerdings schon durch einfache vorbeugende Maßnahmen erheblich abschwächen lassen. Die Beseitigung des überschüssigen Wassers sollte dann erst der zweite Schritt sein.

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