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Waren wir einfach zu gierig?!

Klima, 09.08.2018

Unsere Intensivierungen auf den Feldern sind nicht an eine derartige Klimakrise angepasst – Zeit aus unseren Fehlern zu lernen

Wenn wir durch die Felder in unserer näheren Umgebung laufen, fällt uns auf, dass diese meist ordentlich nebeneinander liegen. Auch die Trennung zwischen den Feldern ist akkurat angeordnet und jeder Meter wurde ausgenutzt. Böden werden zu stark belastet, Felder mit Giften besprüht und Insekten vertrieben. Mit schweren Maschinen und ausgerüstet mit einer großen Menge Pflanzenschutzmitteln fahren die Bauern über die Felder und sind dabei vor allem auf eines aus: Ertragssicherung.

Hat uns diese Gier in Form einer katastrophalen Trockenheit, die unsere vorbelasteten Felder kaum verkraften können, nun eingeholt?

 

Zahlreiche Felder trockneten in den letzten Tagen
aufgrund der langanhaltenden Trockenheit aus.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft dauert schon einige Jahrzehnte an und scheint sich eher weiter auszubreiten, als dass sie reduziert wird. Daran sind allerdings keine einzelnen Menschen oder die Politik Schuld, sondern ganz einfach: Wir alle. Wir wollten günstige und perfekt Lebensmittel. Haben alles daran gesetzt möglichst viel Profit zu machen und den Export anzutreiben, um in einem reichen Land wie diesem zu leben. Und das alles ohne Rücksicht auf Verluste. Die derzeitige Situation zeigt uns nun das Resultat unserer Handlungen: Wir haben zu viel gewollt.

 

Mit einer intensiven Bewässerung versuchen die Bauern
die Schäden in Grenzen zu halten - mit mäßigem Erfolg.

Bild: Achim Otto

 

Warten – und plötzlich war es zu spät

Dabei ist die derzeitige Situation keinesfalls eine Überraschung. Schon seit langer Zeit wird auf Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Ertragssicherung hingewiesen. Es wird fleißig diskutiert und abgewogen. Doch das Problem blieb immer gleich: Wie schwer gewichten wir den Naturschutz und wie gehen wir mit diesem Konflikt um. Wirtschaften wir ohne erkennbare Gewinne – der Umwelt zuliebe?

Die Antwort lautet häufig „nein“. Auch wenn dieses „Nein“ nicht laut und deutlich ausgesprochen wird. Zu lange haben wir uns an den Luxus gewöhnt ein wirtschaftsstarkes Land zu sein und alles „kontrollieren“ zu wollen. Das uns dieser Luxus nun zum Verhängnis wird ist langsam aber sicher nicht mehr zu leugnen.

  Sarah Bertram
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