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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 16.03.2013

Lawinenlagebericht
für den bayerischen Alpenraum
Samstag, 16.03.2013, 07:30 Uhr

Während in der östlichen Hälfte des bayerischen Alpenraums nachts kräftiger Nordwestwind zu umfangreichen, neuen Verfrachtungen führte, nahm nach Westen hin der Wind ab, blies aus Südwest und bildete in höheren Lagen kleinere, störänfällige Triebschneeansammlungen. In Steilhängen können sich bei Sonneneinstrahlung oberflächliche, meist kleinere Lockerschneelawinen auslösen.

Beurteilung der Lawinengefahr:
Von den Berchtesgadenern bis zu den Werdenfelser Alpen ist die Lawinengefahr oberhalb 1700m als erheblich, im übrigen bayerischen Alpenraum als mäßig einzustufen.
Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb 1700m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Ost bis Süd sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei der geringer Zusatzbelastung eines einzelnen Skifahrers die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. In den Ammergauer und Allgäuer Alpen sind die Triebschneeansammlungen noch kleiner, liegen nord-bis ostexponiert und bedingen aber durch ihre Störanfälligkeit ein erhöhtes Absturzrisiko.
Aus neuschneebeladenen, felsdurchsetzten Steilflächen muss bei Sonneneinstrahlung mit der Selbstauslösung von meist kleineren Lockerschneelawinen gerechnet werden. Bis in mittlere Lagen können auf steilen, glatten und vormals ausgeaperten Wiesenhängen vereinzelt kleinere Gleitschneelawinen abgehen, die am Boden abrutschen.

Schneedecke:
Der bayerische Alpenraum erhielt in seiner östlichen Hälfte seit gestern 10-20cm, im Westen weniger als 10cm Neuschnee. In den letzten Tagen ist die Gesamtschneehöhe insgesamt um 30 bis 50cm angewachsen. Der oberflächlich lockere Neuschnee hat sich bereits gesetzt und in mittleren Lagen meist gut mit einer tragfähigen Harschschicht verbunden. Darunter ist die Altschneedecke bis in höhere Lagen feucht. Im Neuschneepaket sind störanfällige Zwischenschichten anzutreffen, im Westen ist eine dünne Eislamelle eingeschneit. Auffrischender Wind aus Nordwest hat im Osten der bayerischen Alpen oberhalb 1700m neue, störanfällige Triebschneeansammlungen entstehen lassen. Im Westen sind sie kleiner und liegen nord- bis ostexponiert.

Hinweise und Tendenz:
Heute ist es meist sonnig. Die Temperaturen steigen tagsüber in 2000m auf -5 Grad an. Morgen wird es föhnig. Die Lawinensituation wird dann wegen der Durchfeuchtung der oberflächlichen Schneeschichten und neuem Triebschnee angespannt bleiben.

Gefahrenstufen regional
Z-o: oberhalb 1700m - frischer Triebschnee
Z-u: in allen Höhenlagen - kleinere Lockerschneelawinen

Allgäuer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 2
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Ammergauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 2
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Werdenfelser Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 3
Z-u: Gefahrenstufe 2
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Bayerische Voralpen
Z-o: Gefahrenstufe 3
Z-u: Gefahrenstufe 2
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Chiemgauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 3
Z-u: Gefahrenstufe 2
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Berchtesgadener Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 3
Z-u: Gefahrenstufe 2
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Herausgeber:
Lawinenwarnzentrale
im Bayerischen Landesamt für Umwelt

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