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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 23.02.2014

Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Sonntag, 23.02.2014, 07:30 Uhr


In kammnahen, steilen Bereichen höherer Lagen lässt sich der durch Windeinfluss gebundene Neuschnee der letzten Tage oberflächlich in kleinen Schollen leicht auslösen. Das Absturzrisiko ist dabei größer als das der Verschüttung.


Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht im bayerischen Alpenraum oberhalb 1800 m eine mäßige Lawinengefahr, unterhalb 1800m ist die Lawinengefahr als gering anzusprechen.
Örtliche Gefahrenstellen liegen oberhalb 1800 m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest- über Nord bis Süost sowie in steilen Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung, z.B. durch eine Skifahrergruppe ohne Abstände, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. Daneben lässt sich in Kammnähe der durch Windeinfluss gebundene Neuschnee der letzten Tage oberflächlich noch leicht in kleinen Schollen auslösen. Das Absturzrisiko ist dabei größer als das der Verschüttung.
Mit der Sonneneinstrahlung und tageszeitlichen Erwärmung ist in mittleren Lagen aus felsdurchsetzten Steilhängen mit der Selbstauslösungen meist kleinerer Lockerschnee- und Schneebrettlawinen zu rechnen. Auf steilen, vormals ausgeaperten Wiesenhängen gleitet der Schnee auch am Boden ab.


Schneedecke:
In den mittleren Lage der bayerischen Alpen hat sich der Neuschnee der letzten Tage gut gesetzt und mit der meist verharschten Altschneeoberfläche verbunden. Unterhalb 1400 m ist sie zum Boden hin stärker durchfeuchtet. In den höheren Lagen ist der Neuschnee durch Windeinfluss besonders in Kammnähe örtlich gebunden und leicht oberflächlich an einer dünnen Schmelzharschschicht der Altschneedecke oder Schichtwechseln im Neuschnee in Schollen zu lösen. Auf die Gefahr des Abstürzens achten. Ansonsten ist die Schneedecke der höheren Lagen gut gesetzt und verfestigt, schattseitig ist sie an der Oberfläche locker und pulvrig. In Schattenhängen weist der Altschnee oberflächennah noch dünne Eis- und Harschschichten auf, die durch labile Zwischenschichten getrennt sind. Älterer Triebschnee ist hier örtlich noch störanfällig.


Hinweise und Tendenz:
Heute lockert es im Tagesverlauf von Westen her schnell auf. Die Temperaturen steigen tagsüber in 2000 m auf -2 Grad an. Morgen wird es föhnig und milder. Es stellen sich Frühjahrsverhältnisse ein, der tageszeitliche Anstieg der Lawinengefahr ist zunehmend zu beachten.


Gefahrenstufen regional
Z-o: oberhalb 1800m - örtlich störanfälliger
Z-u: unterhalb 1800m - kleinere Lockerschnee- und

Allgäuer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1
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Ammergauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1
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Werdenfelser Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1
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Bayerische Voralpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1
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Chiemgauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1
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Berchtesgadener Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1
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Herausgeber:
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt




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