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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 12.02.2015

für den bayerischen Alpenraum

Donnerstag, 12.02.2015, 07:30 Uhr

Oberhalb 1800m kann älterer Triebschnee insbesondere noch bei großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Durch Sonneneinstrahlung und
 tageszeitliche Erwärmung an glatten Wiesenhängen Gleitschneelawinen auch mittlerer Größe beachten.

Beurteilung der Lawinengefahr:
Im bayerischen Alpenraum besteht am Morgen oberhalb 1800m eine mäßige Lawinengefahr, darunter ist sie als
 gering einzustufen. Im Tagesverlauf steigt dann die Lawinengefahr in den Allgäuer Alpen unterhalb 1800m auf erheblich, im übrigen bayerischen Alpenraum auf mäßig an.

Einzelne Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen
 vorwiegend oberhalb 1800m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Nord bis Südost sowie in Übergangsbereichen zu triebschneeverfüllten Rinnen und Mulden. Hier ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung, z.B. durch eine Skifahrergruppe
 ohne Abstände, die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.
Durch Sonneneinstrahlung und tageszeitliche Erwärmung sind im Tagesverlauf aus Steilflächen Selbstauslösungen von oberflächlichen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen zu erwarten. In mittleren
 Lagen sind an steilen Wiesenhängen und in lückigen Bergwäldern Selbstauslösungen auch mittlerer Gleitschneelawinen möglich. Flächen unterhalb von Gleitschneerissen sind besonders kritisch zu betrachten.

Schneedecke:
In mittleren Lagen
 hat sich die Schneedecke allgemein gut gesetzt und verfestigt. Sonnseitig ist ein meist brüchiger Schmelzharschdeckel entstanden, darunter ist die Schneedecke oberflächlich durchfeuchtet. Schattseitig ist der Schnee noch pulvrig. Mit tageszeitlicher Erwärmung
 und Sonneneinstrahlung wird der Schnee oberflächlich durchfeuchtet, es kommt zunehmend Bewegung in die Schneedecke. Oberhalb 1800m sind ältere Verfrachtungen noch störanfällig. Sie liegen schattseitig zum Teil auf einem störanfälligen Windharschdeckel,
 sonnseitig auf dünnem Schmelzharsch und sind schwer zu erkennen. Schwachschichten aus kantigen Schneekristallen liegen oft unter den verharschten Schichten des Altschnees. Sie können vom Skifahrer an Übergangsbereichen von viel zu wenig Schnee erreicht und
 ausgelöst werden.

Hinweise und Tendenz:
Unter Hochdruckeinfluß ist es heute sonnig, die Temperaturen steigen in 2000m auf +5 Grad an. Unter Berücksichtigung der tageszeitlichen Erwärmung und unter Umgehung gleitschneegefährdeter Areale
 herrschen derzeit gute Tourenbedingungen.

Gefahrenstufen regional
Z-o: oberhalb 1800m - Triebschnee
Z-u: unterhalb 1800m - Gleitschnee

Allgäuer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1 (im Tagesverlauf 3)

 

 

Ammergauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1 (im Tagesverlauf 3)

 


Werdenfelser Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1 (im Tagesverlauf 3)

 


Bayerische Voralpen
Z-o:
 Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1 (im Tagesverlauf 3)

 


Chiemgauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 1 (im Tagesverlauf 3)

 


Berchtesgadener Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe
 1 (im Tagesverlauf 3)

 

 

Herausgeber:
Lawinenwarnzentrale
im Bayerischen Landesamt für Umwelt

 

 
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