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Lawinenlagebericht Bayern

Lawinenbericht, 13.02.2006

Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Montag, 13. Februar 2006, 07.30 Uhr


Gefahrenstufe 3 - erhebliche Lawinengefahr


Allgemeines:
Abgesehen vom Osten des bayerischen Alpenraums, der von Wolkenfeldern gestreift wird, ist es heute wieder meist sonnig und kalt. Die Temperaturen liegen tagsüber in 2000 m bei -7 Grad.


Schneedecke:
Die seit Ende der letzten Woche unter starkem Windeinfluss abgelagerte Schneeschicht hat sich trotz der tiefen Temperaturen bereits gut gesetzt. Zur Oberfläche hin ist der Schnee locker und spannungsarm, südseitig bildet sich erster Bruchharsch. Auch die Verbindung zur vormals verharschten und windgepressten Altschneedecke verbessert sich zusehends, nur schattseitig ist die Verbindung zur dort oft aufbauend umgewandelten Schneeoberfläche noch störanfällig. Im kammnahen Steilgelände verbirgt der lockere Schnee umfangreiche Triebschneeansammlungen, die in sich noch Schwachschichten aufweisen. In höheren Lagen sind bei kräftigem Südwestwind neue, meist kleinere Verfrachtungen entstanden.


Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht eine erhebliche Lawinengefahr.
Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, befinden sich oberhalb 1600 m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nord über Ost bis Südost, hinter Hangkanten sowie in triebschneeverfüllten Rinnen und Mulden. Hier ist noch bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen einzelnen Skifahrer, die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. Aus noch nicht entladenen, vorwiegend süd- bis ostgerichteten Einzugsgebieten ist noch vereinzelt bei intensiver Sonneneinstrahlung die Selbstauslösung meist mittlerer Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich. Bis in mittlere Lagen rutscht der Schnee auf glatten Wiesenhängen auch am Boden ab.


Hinweise:
Vor allem in höheren Lagen erfordern Skitouren und Tiefschneefahrten abseits gesicherter Pisten weiterhin Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Das Wetter der nächsten Tage wird milder und wechselhafter. Die Lawinensituation entspannt sich allmählich.


Quelle: Lawinenwarnzentrale im Bayer. Landesamt für Umwelt
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