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Lawinenlagebericht Bayerrn

Lawinenbericht, 13.02.2005

Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Sonntag, 13. Februar 2005, 07.30 Uhr


Gefahrenstufe 3 - erhebliche Lawinengefahr


Allgemeines:
Eine Kaltfront hat den bayerischen Alpenraum erreicht. Seit Mitternacht fielen, begleitet von stürmischem Wind um West, verbreitet 10 bis 20 cm Neuschnee. Zuvor hatte es noch bis in eine Höhenlage von 1800 m geregnet. Heute sind weitere Schneeschauer zu erwarten. Die Temperatur in 2000m liegt bei -6 Grad.


Schneedecke:
Die Altschneedecke unter dem Neuschnee ist bis in eine Höhenlage von 1800 m stark durchfeuchtet. Unterhalb 1500 m reicht die Durchfeuchtung teilweise bis zum Boden. Der Temperaturrückgang hat noch keine nennenswerte Stabilisierung des nassen Schnees bewirkt. In den Hochlagen wurde der Neuschnee stark verfrachtet. Es sind frische, störanfällige Triebschneeansammlungen entstanden, die wenig Bindung zur Unterlage haben.


Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht eine erhebliche Lawinengefahr.
Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb der Waldgrenze im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nord über Ost bis Südost sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z. B. durch einen einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. In Höhenlagen bis ca. 1600 m besteht aus noch nicht entladenen Steilhängen weiterhin die Möglichkeit der Selbstauslösung von Nassschneelawinen. Vor allem dort, wo sich in der Schneedecke Risse und Gleitschneemäuler gebildet haben, können auch Schneebrettlawinen entstehen, die auf dem Boden abgleiten. Örtlich können noch hangnahe Verkehrs- und Wanderwege gefährdet sein.


Hinweise:
Heute werden weitere, zum Teil kräftige Schnee- und Graupelschauer erwartet. Je nach Intensität des Schneefalls kann die Lawinengefahr, insbesondere in den höheren Lagen, örtlich ansteigen. Unternehmungen abseits gesicherter Pisten erfordern Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.


Quelle: Lawinenwarnzentrale im Bayer. Landesamt für Wasserwirtschaft
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