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Auf Sand gebaut

Neue Energien, 22.05.2019

Ursachenforschung - Küsten geht immer mehr Sand verloren

Blick auf das sandige Dubai

Es ist kaum zu glauben: Das geflügelte Wort "Wie Sand am Meer", welches bereits im Alten Testament Erwähnung fand ("Denn ob dein Volk, o Israel, ist wie Sand am Meer, sollen doch nur seine Übriggebliebenen bekehrt werden." / Jesaja 10:22), stimmt nicht mehr.

An vielen Küsten der Welt weltweit veschwindet der Sand einfach. Die Ursachen sind vielfältig. Schuld am Sandverlust ist neben dem steigenden Meeresspiegel und Erosion auch der boomende Staudammbau, der verhindert, dass Sand ins Meer und somit an die Küsten gelangt.

Hinzu kommt, dass in vielen Ländern extrem viel Sand verbraucht wird, um wachsen zu können. Gute Beispiele hierfür sind etwa die gigantischen Inselprojekte in Dubai, Singapur und den Arabischen Emiraten. Für die künstlich angelegten Insellandschaften werden immense Mengen Sand bewegt - ohne an die weitreichenden Auswirkungen zu denken. Singapur soll den Baustoff sogar illegal aus Nachbarstaaten importiert haben. 

Skyline Singapur

Für den Bau eines Hauses benötigt man -  je nach Struktur - zwischen 15 und  20 Tonnen Sand, zehn Kilometer Autobahn "fressen" bis zu 500.000 Tonnen.

Importierter Wüstensand, etwa aus der Wüste Arabiens, eignet sich aufgrund seiner abgerundeten Sandkörner übrigens nicht für die Herstellung von Beton. Heißt: Dort, wo es wirklich viel Sand gibt, ist er in der Praxis kaum zu gebrauchen.

Dabei können wir uns noch glücklich schätzen, denn Sand- und Kiesprobleme haben wir hierzulande nicht: Die Eiszeit hat uns große Sandvorkommen hinterlassen.

Auf globaler Ebene kann dagegen nur ein Sinneswandel das Sandproblem lösen. Wir müssen mehr weg von Beton und stattdessen eher auf Holz und andere nachwachsende Rohstoffe setzen. Statt Neubau sollten zudem wieder Sanierung und Renovierung in den Vordergrund rücken.

Bauarbeiter in Singapur

 

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