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Gebäudesanierung geht in die nächste Runde

Neue Energien, 14.10.2015

Vor allem der Westen Deutschlands hinkt bei energetischen Gebäudesanierungen hinterher.

Etwa 20 Prozent der CO2-Emissionen werden in Deutschland durch Gebäude verursacht und fast die Hälfte der Endenergie für Beheizung, Beleuchtung und Warmwasser verbraucht.

Ausreichend Potential ist also vorhanden, um den Energieverbrauch drastisch zu senken. Und das ist dringend notwendig, sollen die Einsparziele der Bundesregierung erreicht werden. Demnach müssen die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gesenkt werden.

Bereits heute verbraucht ein Neubau, verglichen mit einem Haus aus den 1960er-Jahren, im Schnitt nur ein Drittel der Heizenergie. Allerdings kommt zum aktuellen Immobilienbestand jährlich nicht einmal ein Prozent Neubau hinzu. Dadurch vollzieht sich die Energieeinsparung durch Neubauten nur sehr langsam und das größte Einsparpotential birgt der aktuelle Bestand selbst.

Zwar wurden seit 1990 rund 65 Prozent des Bestands in Deutschland vollständig oder teilweise energiesparend saniert, allerdings weisen immer noch große Teile des Bestands einen erheblichen Sanierungsbedarfs auf. Dazu zählen vor allem die Großwohnsiedlungen aus den 1950er- bis 1980er-Jahren, in denen in Deutschland heutzutage 5 Millionen Menschen wohnen.

Zudem fällt auf, dass vor allem der Bestand in den alten Bundesländern noch auf einem verhältnismäßig niedrigen Modernisierungsstand ist. Im Gegensatz zu den neuen Bundesländern (ca. 85 Prozent) sind im Westen nur rund 50 Prozent der Gebäude energetisch voll- oder teilmodernisiert. Dieser Unterschied lässt sich vor allem auf eine Sanierungswelle in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung zurückführen.

Allerdings sind die technischen Neuerungen der 1990er-Jahre inzwischen schon wieder veraltet, sodass eine neue Sanierungswelle in den nächsten Jahren ansteht. Im Schnitt müssen Gebäude alle 20 bis 25 Jahre in Sachen Energieeffizienz technisch überholt werden.

Durch eine weitere Sanierungswelle, insbesondere auch in den alten Bundesländern, kann die Gebäudesanierung und Erhöhung der Energieeffizienz zu einem zentralen Ansatzpunkt im Klimaschutz werden und erheblich zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen.

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