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Hitzschlag statt Einkaufslaune

Neue Energien, 13.01.2016

Messreihe: Das ist die perfekte 'Shoppingtemperatur' in der kalten Jahreszeit.

Kennen Sie das? An Hochsommertagen mit Temperaturen über 30 °C ist jede Kleidungsschicht am Körper eine zu viel. Vor allem beim Einkaufsbummel in stickigen Innenstädten locken uns dann Geschäfte und Kaufhäuser mit gut klimatisierten Verkaufsräumen in sich hinein und setzen so womöglich auch den ein oder anderen Euro zusätzlich um.

Eine kleine Abkühlung an einem heißen Tag stößt bei den vielen Kunden auf Gegenliebe. Und sollte es dann mit der Klimatisierung doch mal zu gut gemeint sein, wirft man sich eben eine dünne Jacke über.

Im Winter scheint sich die Beheizung und Belüftung in Ladengeschäften ein wenig schwieriger zu gestalten. Kalte Außentemperaturen setzen mehrere Kleidungsschichten voraus, denen man sich in einem überheizten Verkaufsraum, vor allem aus praktischen Gründen, nur ungerne teilweise oder sogar komplett entledigen möchte.

Mann und Frau haben die Wahl: Entweder sperrige Jacken- und Pulloverberge im Laden mit sich herumtragen und vor dem Gang ins Freie wieder mühsam anziehen; oder die Jacke im Geschäft anbehalten und erst schwitzen, dann draußen wieder frieren. Oder direkt weniger Kleidungsschichten anziehen und dafür draußen frieren. Sie sehen: Alle Alternativen haben einen Haken...


 

Ein weiteres Problem: Anders als an Sommertagen, an denen nahezu alle Kunden kurze Hosen, Röcke oder T-Shirts tragen, wappnen sich die Menschen an Wintertagen mit unterschiedlich vielen Kleidungsschichten. Je nachdem, wie ausgeprägt das individuelle Kälteempfinden ist. Wie soll man es als Geschäftsinhaber unter diesem Umständen also jedem Recht machen?

Wir haben an einem kalten Tag im Januar Temperaturmessungen von insgesamt 34 Verkaufsräumen in den Städten Bonn, Köln und Frankfurt durchgeführt.

Das Ergebnis: In 12 Fällen waren die Räume überhitzt und sorgten so bei den bemantelten Kunden eher für ein unangenehmes Einkaufserlebnis. Dieses stellt sich im Winter bei den meisten von uns ein, wenn die Innenraumtemperatur über 23 °C liegt. Als zu kalt empfinden es viele bei Temperaturen unter 20 °C - unter jenen liegt übrigens auch die Schwelle, die der Gesetzgeber als "unangemessenes Geschäftsraumklima" erachtet.

Wer als Geschäftsinhaber den goldenen Mittelweg - also eine Temperatur um 21 bis 22 °C - wählt, kann also nicht viel falsch machen.

Überhitzte Verkaufsräume bringen im Winter dagegen nicht nur den Kunden ins Schwitzen; auch der Inhaber hat mit Blick auf die Energiekosten sicherlich mehr davon, seine Klimatisierung auf ein kundenfreundliches Niveau anzupassen.

Hier alle Ergebnisse unserer Messreihe:

Gemessene Innenraumtemperatur Anzahl Geschäfte
20 - 21 °C 3
21 - 22 °C 9
22 - 23 °C 10
23 - 24 °C 6
24 - 25 °C 4
> 25 °C 2
Gesamt 34

 

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