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Bayerischer Wald statt Bosporus

Wintersport, 14.01.2016

Thomas de Maizière stuft Türkeireisen als unbendenklich ein. Warum Sie trotzdem lieber auf die Piste gehen sollten.

Dem Winter in Deutschland entfliehen und die Wärme suchen? Über diese Frage entscheiden wohl vor allem die persönlichen Vorlieben.

Wer Schnee und Eis nichts abgewinnen kann und seinen Urlaub lieber in der wärmenden Sonne verbringt, sollte seine Reise aber gut überdenken. Vor allem wenn Sie sich, wie im letzten Jahr fünf Millionen andere Deutsche, für einen Trip in die Türkei entscheiden sollten. Denn auch Sonnenschein und zweistellige Plusgrade schönen die aktuelle Sicherheitslage im beliebten Urlaubsland nicht ansatzweise.

Nach dem Anschlag in Istanbul auf deutschen Touristen am vergangenen Dienstag, stellt sich nun die Frage, für wen die Bundesregierung eigentlich tätig ist. Im Interesse des einfachen Bürgers ist die "Empfehlung" des Innenministers Thomas de Maizière mit Sicherheit nicht. Er nimmt gerade zehn Särge mit nach Hause, fünf weitere Menschen kämpfen in Krankenhäusern um ihr Leben - trotzdem sieht er "keinen Grund, von Reisen in die Türkei abzusehen".

Mit allen Mitteln vertuscht die Regierung Merkel den Zusammenhang zwischen der türkischen Regierung und dem islamischen Terror. Erdogan und seine AKP haben bis vor einem Jahr den IS zumindest toleriert, wenn nicht unterstützt. Al Nusra und andere Gruppen unterstützt man noch heute. Nur gegen Kurden bombadiert und schießt man ohne Gnade und verletzt reihenweise Menschenrechte.

Wir widersprechen an dieser Stelle also dem Innenminister in aller Deutlichkeit: Die Türkei ist aufgrund der Verbreitung des IS im ganzen Land sogar ein besonders gefährliches Reiseland, mit Sicherheit wird es in naher Zukunft hier weitere Anschläge geben. Auch die deutsche Beteiligung im Kampf gegen den IS lässt den Deutschen immer mehr zur Zielscheibe von Anschlägen werden.

Es ist eine Unverschämtheit, die Türkei als unbedenklich zu erklären statt sinnvolle Kritik am Verhalten von "Sultan" Erdogan zu äußern. Gäbe es die AKP-Regierung in der Türkei nicht, wäre die gesamte Region sicherer. So einfach ist das. Glauben Sie niemals ihrer Regierung, es geht nur um Interessen.

Deutlich besser und sicherer ist man als Urlauber in der kommenden Zeit daher in den unzähligen Skigebieten aufgehoben; vor allem in den Alpen hat sich die Schneelage  deutlich verbessert und hält sich auch zumindest in den nächsten Tagen weiterhin stabil.

In den Alpen sind verbreitet Abfahrten bis in die Täler möglich. In den deutschen Mittelgebirgen liegt zwar nicht ganz so viel Schnee, aber auch hier kommen Winterfreunde auf ihre Kosten. Unsicher ist die Lage für kommenden Mittwoch und Donnerstag, denn es zeichnet sich derzeit eine von Westen kommenden Milderung für die erste Wochenhälfte ab. Dabei könnte die Schneefallgrenze wieder auf etwa 1000 bis 1500 m steigen!
 

schneebedeckte Hänge

 

Wintersportmöglichkeiten bis nächsten Donnerstag:

Mittelgebirge: in höheren Lagen möglich

deutsche Alpen: Abfahrten bis in die Täler meist möglich

Westalpen Frankreich und Schweiz: Abfahrten bis in die Täler meist möglich

österreichische Alpen: Abfahrten bis in die Täler meist möglich

italienische Alpen: Abfahrten bis in die Täler meist möglich

 

Hier noch ein paar aktuelle Schneehöhen:

Berchtesgaden: 0 cm im Tal - 20 cm auf dem Berg

Hintertux Gletscher: 35 cm im Tal - 135 cm auf dem Berg

Sölden: 10 cm im Tal - 178 cm auf dem Berg

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